Mai 09, 2013

Politikberatung

FIZ Karlsruhe engagiert sich seit vielen Jahren in der Politikberatung und bringt mit seiner Expertise auf den Gebieten Informationsinfrastruktur und Bedeutung von Patentinformation Orientierungswissen in Entscheidungsprozesse der Forschungs- und Technikpolitik ein.

Informationsinfrastruktur

2009 übertrug die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) der Leibniz-Gemeinschaft die  Federführung für das „Gesamtkonzept für die Informations­infrastruktur in Deutschland”. Die Diskussionen und Ausarbeitung erfolgte im Rahmen der „Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur” (KII), das umfassende Gesamtkonzept wurde 2011 fristgerecht der GWK vorgelegt. Sabine Brünger-Weilandt, die Geschäftsführerin und Direktorin von FIZ Karlsruhe, ist die Präsidiumsbeauftragte der Leibniz-Gemeinschaft für Informatinsinfrastruktur, und sie leitet die KII als Vorsitzende.

Im Anschluss nahm Frau Brünger-Weilandt als ständiger Gast an der Koordinierungs­gruppe „Informationsinfrastrukturen” des Wissenschaftsrates teil. In dem Mitte 2012 veröffentlichten Bericht des Wissenschaftsrates „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland bis 2020” wurden wesentliche Punkte des Gesamtkonzeptes der KII aufgenommen. Ende November 2012 hat die GWK die „Ad-hoc-Arbeitsgruppe Informations­infrastrukturen” zur Etablierung des Gremiums „Rat für Informationsinfrastruktur” ins Leben gerufen; Frau Brünger-Weilandt wurde als eine der drei Sachverständigen in die Ad-hoc-Arbeitsgruppe berufen. 

FIZ Karlsruhe verfolgt das Ziel, die Politikberatung auf dem Gebiet der Informations­infrastruktur auf  nationaler und mittel- bis langfristig auf europäischer Ebene auszubauen.

Weitere aktuelle Beispiele:

Auf Bundesebene engagieren wir uns seit 2008 in der Schwerpunktinitiative „Digitale Information” der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Hier sind wir als Mitglied im Steuerungsgremium der Initiative sowie als Co-Leitung der Arbeitsgruppe „Nationale Hosting-Strategie” und als Mitglied in den beiden Arbeitsgruppen „Virtuelle Forschungsumgebungen” und „Forschungsprimärdaten”.

Auf Landesebene sind wir seit 2012 Mitglied in der e-Science-AG des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) in Baden-Württemberg. Im Fokus der Arbeitsgruppe (AG) steht die Informationsinfrastruktur, wie sie beispielhaft im KII-Papier dargestellt ist. In zwei der fünf gebildeten Arbeitsgruppen wurden Mitarbeiter von FIZ Karlsruhe berufen.

Bedeutung von Patentinformationen

FIZ Karlsruhe beteiligte sich 2012 auf nationaler Ebene erstmals an dem von acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, organisierten „Innovationsdialog zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft”. Den Innovationsdialog zwischen der Bundesregierung – vertreten durch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler – sowie Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft nutzt die Regierung als unabhängige Fachberatung, um über Rahmenbedingungen für die Durchführung von Forschung, Wissenschaft und technischen Entwicklungen zu diskutieren. FIZ Karlsruhe brachte hier seine Expertise zur Bedeutung von Patentinformationen im Kontext Asien ein, und zwar in Form von Experteninterviews zum Dossier „Die internationale Dimension der deutschen Innovationspolitik am Beispiel Asien” ein. Die Bundes­regierung wird den Innovationsdialog auch in 2013 fortsetzen.

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