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Viel Glas, viel Holz und wenig Energie
27. March 2007
Neubau einer Behinderten-Werkstätte erreicht gute Verbrauchswerte
In Wohngebäuden ist es bei entsprechender Planung problemlos möglich, mit wenig Energie auszukommen. Auch für energieeffiziente Büro- und Verwaltungs¬bauten gibt es schon viele Beispiele. Doch wie sieht es mit Gebäuden aus, die aufgrund ihrer Nutzung spezifische Anforderungen erfüllen müssen? Die Behinderten-Werkstätten in Lindenberg im Allgäu treten den Beweis an: Eine größtenteils ebenerdige Anlage und großzügige Glasflächen müssen keinen hohen Energieverbrauch verursachen, wenn dies von Anfang an konsequent eingeplant wird. Das neue BINE-Projekt-Info (03/2007) „Energieeffizient und barrierefrei“ stellt das Gebäude, seine Haustechnik und die Erfahrungen der ersten beiden Betriebsjahre vor.
Bei Behinderten-Werkstätten arbeiten viele der Mitarbeiter oft über lange Jahre in dem selben Betrieb. Entsprechend wichtig ist eine hohe Aufenthaltsqualität. Das Gebäude in Lindenberg erreicht diese über große Fensterflächen und das natürliche Baumaterial Holz. Für die Gebäudetechnik ergibt sich dadurch einer¬seits die Möglichkeit, viel Tageslicht zu nutzen, andererseits aber auch der Anspruch, die hohen Wärmeeinträge im Sommer trotz wenig Speichermasse zu verkraften. Gelöst wurde dies mit Bauteilaktivierung und Kühlung durch die natürliche Kälte des Grundwassers statt mit energieintensiver aktiver Klimatisierung.
Die als barrierefrei geplante und deshalb größtenteils ebenerdige Anlage ist in mehrere Einzelgebäude mit dazwischen liegenden, unbeheizten Pufferzonen eingeteilt. Das steigert die Kompaktheit und verringert die Wärmeverluste. Im Zusammenspiel mit einer hochwertigen Dämmung und der Nutzung passiver solarer Gewinne wurde im Jahr 2006 ein Heizwärmeverbrauch von nur 42 kWh/m²a erzielt, an einer weiteren Optimierung wird gearbeitet.
Das Projekt-Info 03/2007 ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter
0228 – 923790.

