Wärme aus der Tiefe der Erde nutzen
11. July 2012
Neues Fachbuch zur Geothermie
Geothermie soll künftig viel stärker als bisher zur Energieversorgung in Deutschland beitragen. Die natürliche Wärme aus einer Tiefe zwischen 400 und 4.000 m kann in Wärmenetze eingespeist oder in speziellen Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt werden. Als Energiequelle ist die Geothermie CO2-frei und steht unabhängig von Jahres- und Tageszeiten zur Verfügung. Das jetzt erschienene BINE-Fachbuch „Geothermie – Energie aus dem Innern der Erde“ führt kompakt in die geologischen Grundlagen ein, stellt ausführlich hydro- und petrothermale Systeme vor und diskutiert die weiteren Forschungsziele.
Die tiefe Geothermie nutzt entweder natürliche Warmwasservorkommen (hydrothermale Anlagen) oder die im Gestein gespeicherte Wärme (petrothermale Systeme). Beiden können zur Wärmeversorgung (ab ca. 60 °C) oder zur Stromerzeugung (ab ca. 100 °C) eingesetzt werden. In Deutschland (Stand: 2011) waren 17 größere Geothermie-Anlagen in Betrieb, darunter fünf Kraftwerke. Das neue BINE-Fachbuch richtet sich besonders an Planer und Studierende. Schwerpunktthemen sind das Fündigkeitsrisiko, die Bohr- und Erschließungstechnologien und die Umweltbilanz. Auch dem Risiko seismischer Ereignisse durch die Erschließung und den Betrieb geothermischer Anlagen, das von der Öffentlichkeit sehr aufmerksam wahrgenommenen wird, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Hier werden geologische Ursachen und technologische Vermeidungsstrategien beleuchtet.
Autoren des BINE-Fachbuchs sind Werner Bußmann, langjähriger Geschäftsführer der Geothermischen Vereinigung und weitere renommierte Experten aus der Geothermieforschung: Das Buch enthält u. a. Beiträge von Ernst Huenges, Reinhard Jung, Frank Kabus, Martin Kaltschmitt, Oliver Kohlsch, Horst Rüter, Ali Saadat und Helmut Tenzer. Alle Autoren können auf langjährige Erfahrungen in der Geothermieforschung und -entwicklung zurückblicken und haben zum Thema Geothermie eine Vielzahl von Veröffentlichungen erstellt und zahlreiche Vorträge gehalten.
Den vollständigen Pressetext sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter
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