Öldampf in der Industrie effizient absaugen

Beim Kaltwalzen von Aluminium weniger Energie verbrauchen

Bis Aluminium zu Blechen und Folien wird, durchläuft das Metall mehrere Warm- und Kaltwalzprozesse. Aufgesprühte Walzöle kühlen und schmieren dabei die Arbeitswalzen und verhindern im Verarbeitungsprozess Beschädigungen am dünnen Metallband. Das BINE-Projektinfo „Dunstabsaugung im Walzwerk“ (05/2017) stellt eine neue Absaughaube für die verdampften Walzöle vor. Durch die Anlage kann ein typisches Walzwerk nach Berechnungen pro Jahr bis zu 330.000 kWh elektrischer Energie einsparen.

Die neue Absaughaube ist – im Vergleich zu älteren Anlagen – in der Lage, den Öldunst mit reduzierter Ventilatorleistung der Rückgewinnung zuzuführen. Bisher konnten beim Kaltwalzen von Aluminium Absauganlagen die kontaminierte Luft nur ungerichtet abführen. Dadurch mussten große Luftvolumina mit entsprechender Ventilatorleistung bewegt werden. Die neue Absaughaube kann durch eine verbesserte Form der Zuluftführung und Absaugung den Öldunst jetzt gerichtet absaugen. Dies halbiert Abluftvolumen und Ventilatorleistung. Bei Kaltwalzstraßen in der Aluminiumindustrie sind die Absauganlagen nach dem Antrieb der Walzen mit etwa 20 % der zweitgrößte Energieverbraucher. Walzöle sind kerosinähnliche Kohlenwasserstoffe, die je nach gewünschtem Aluminiumprodukt noch spezielle Additive enthalten. Die Öle werden beim Kaltwalzen aufgesprüht und verdampfen teilweise.

Dieser Öldunst muss aus der Umgebungsluft der Walzanlagen wieder abgesaugt werden, um die Luftqualität in den Werkshallen zu gewährleisten, die mögliche Anreicherung unter der Explosionsgrenze zu halten und das teure Arbeitsmittel wiederzugewinnen. Die Projektleitung lag bei der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG.
Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228-92379-0.

Den vollständigen Pressetext sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter
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