10. September 2011: Gesamtkonzept für Informationsinfrastruktur in Deutschland verabschiedet

Berlin/Karlsruhe, Juni 2011: Die „Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur“ hat unter Federführung der Leibniz-Gemeinschaft ein Gesamtkonzept für die Informationsinfrastruktur in Deutschland erarbeitet und jüngst der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) des Bundes und der Länder vorgelegt.

 

Der Wandel in der Informations- und Kommunikationstechnologie führt zu grundlegend neuen Anforderungen der Nutzer an die wissenschaftliche Informationsinfrastruktur. Die Kommission definiert „Informationsinfrastruktur“ als nationales, disziplinübergreifendes „Netz“ von Einrichtungen. Diese „versorgen“ im weitesten Sinne Wissenschaft und Forschung mit Information und damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Die Vorschläge der Kommission richten sich auf acht Handlungsfelder:

 

- Lizenzierung
- Hosting/Langzeitarchivierung
- Nichttextuelle Materialien
- Retrodigitalisierung/Kulturelles Erbe
- Virtuelle Forschungsumgebungen
- Open Access
- Forschungsdaten
- Informationskompetenz/Ausbildung.

 

Alle Handlungsfelder stehen miteinander in Zusammenhang. Darüber hinaus wurden fünf der acht Themen parallel und in Kooperation zwischen der Kommission und der „Schwerpunktinitiative Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen behandelt – ein Erfolgsmodell für eine gelungene Kooperation in Deutschland.

Sabine Brünger-Weilandt, Vorsitzende der Kommission und Geschäftsführerin von FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, erläutert: „Heute und in Zukunft geht es um komplexe, integrierte Dienstleistungen zur Unterstützung des Wissenschaftlers auf allen Stufen des Forschungsprozesses, bis hin zur Integration der Forschungsergebnisse in die Lehre. Es war ein zentrales Anliegen der Kommission, angesichts des drängenden Handlungsbedarfs konkrete Vorschläge und ohne Zeitverzug umsetzbare Empfehlungen zu erarbeiten.“

„Die Vorschläge der Kommission weisen den Weg in die Zukunft der Informationsinfrastruktur“, sagt der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Karl Ulrich Mayer. Er hebt hervor, dass das vorliegende Konzept das enorme Potenzial für den Wissenschaftsstandort Deutschland zeigt, das in der strategischen Weiterentwicklung der Informationsinfrastruktur steckt. Der Leibniz-Präsident weiter: „In der bemerkenswert kurzen Zeit von nur 15 Monaten ist es den mehr als 130 Experten aus 54 Institutionen gelungen, eine umfassende Sachdarstellung sowie detaillierte Empfehlungen zu erarbeiten.“
Das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft hat sich mit dem Bericht befasst und teilt die Schlussfolgerungen der Kommission. Für die weiteren Schritte empfiehlt das Präsidium, wettbewerbliche und durch Peer-Review-Verfahren gesteuerte Allokationsverfahren zu berücksichtigen.

Die Leibniz-Gemeinschaft stellte kürzlich das Gesamtkonzept dem GWK-Ausschuss vor. „Der Ausschuss hat das Gesamtkonzept als ein umfassendes Planungspapier begrüßt und befürwortet den durch die Ausarbeitung angestoßenen Prozess der strukturellen Kooperation zwischen allen zentralen Akteuren der Informationsinfrastruktur“, berichtet die Kommissionsvorsitzende.

Die GWK hat den Wissenschaftsrat inzwischen gebeten, das Gesamtkonzept in seine "Empfehlungen zu Forschungsinfrastrukturen" einzubeziehen.

Weitere Informationen sowie das Gesamtkonzept zum Download finden Sie auf den Seiten der Leibniz-Gemeinschaft unter dem Menüpunkt Informationsinfrastruktur.

 

Die Leibniz-Gemeinschaft

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit selbständige 87 Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter For-schung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftler, davon wiederum 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmit-tel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.

www.leibniz-gemeinschaft.de

 

Kontakt:

 

Josef Zens
Pressesprecher
Tel.: +49 30 20 60 49-42
Mobil: +49 173 513 56 69
zens(at)leibniz-gemeinschaft(dot)de

Christoph Herbort-von Loeper
Pressereferent
Tel.: +49 30 20 60 49-48
Mobil: +49 174 310 81 74
herbort(at)leibniz-gemeinschaft(dot)de

 

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8. Juni 2011: Fossile Kraftwerksprozesse realistisch vergleichen

Gas- und vor allem Kohlekraftwerke sollen effizienter und emissionsärmer werden, um im künftigen Energiemix bestehen zu können. Sie werden für die Stabilität des Stromnetzes gebraucht, um für einige Jahre die nach Tages- und Jahreszeiten schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Das jetzt erschienene BINE-Projektinfo „Fossile Stromproduktion im Vergleich“ (05/2011) stellt Simulationsmodelle vor, die einen realitätsnahen und standardisierten Vergleich moderner, fossiler Kraftwerksprozesse möglich machen. Die Forschungsarbeiten fanden an der TU Hamburg Harburg statt.

Verschiedene technologische Entwicklungslinien konkurrieren innerhalb der fossilen Kraftwerksprozesse um die Bestwerte im Hinblick auf Energieeffizienz und Kohlendioxidemissionen (CO2). Kraftwerke auf Basis von Braun- und Steinkohle sowie Erdgas lassen sich mit einem der drei Verfahren zum Abtrennen und geologischen Lagern des CO2 (CCS-Technologien) kombinieren. Dann sinken die CO2-Emissionen eines fossilen Kraftwerks an die Atmosphäre drastisch. Ebenso leisten höhere Temperaturen und mehr Druck ihre Beiträge zu steigender Effizienz der Kraftwerke wie neue Werkstoffe und optimierte Gasturbinen. Die in Hamburg entwickelten Simulationsmodelle legen für Dampfkraftwerke einen Standard von 1.100 MW zugrunde und definierten 72 Parameter. Für Gasturbinen waren 30 Parameterfestlegungen erforderlich.

Die Wirkungsgrade und Emissionsbilanzen der verschiedenen Kraftwerksprozesse realistisch vergleichen zu können, hilft bei der Entscheidung, welche Rolle Erdgas und Kohlen im künftigen Energiemix spielen werden. Das BINE-Projektinfo „Fossile Stromproduktion im Vergleich“ (05/2011) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 92379-0.

 

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7. Juni 2011: ICSD now contains 140,116 crystal structures

The ICSD database now contains 140,116 crystal structures, including 123,923 fully determined crystal structures with atom coordinates obtained from experimental data and 16,193 crystal structures with atom coordinates derived from the corresponding structure types. These data are part of the legacy crystal structure data on metallic and intermetallic compounds added since 2008.

During the update procedure 4,652 new entries were added, 2,423 entries were modified and 4 entries were removed. The work on structure types has been expanded to the newly added and modified data. Thanks to the work by Professor Allmann, more than 105,000 ICSD entries have now been assigned to more than 6,200 distinct structure types.

 

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17. Mai 2011: FIZ Karlsruhe liefert Bausteine für die Energiezukunft − BINE Informationsdienst bietet unabhängige und seriöse Informationen aus der Energieforschung

Karlsruhe, Mai 2011 – Deutschland soll bis spätestens 2021 aus der Atomenergie aussteigen. Das rät offenbar die Ethik-Kommission, wie inoffiziell vorab bekannt wurde. Ein anspruchsvolles Ziel. Aber nicht erst seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima wird über eine gesellschaftlich akzeptierte, ökonomisch vertretbare und nachhaltige Energiewende nachgedacht. Die Bausteine für die Energiezukunft gibt es längst. FIZ Karlsruhe präsentiert sie regelmäßig.

Seit der Ölkrise im Herbst 1973 forschen Wissenschaftler für eine nachhaltige Energiezukunft. BINE Informationsdienst, ein Service von FIZ Karlsruhe, schlägt Brücken zwischen der dynamischen Forschung und der alltäglichen Anwendung. Unabhängig und seriös informiert BINE Informationsdienst über die Forschungsthemen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien und bündelt das praxisrelevante Know-how. Jede Information ist sorgfältig recherchiert und für Planer, Berater und Architekten, für Entwickler, Hersteller und Handwerker, für Lehrende, Lernende und Journalisten aufbereitet.

Ob Kombikraftwerke oder Energiespeicher, ob energieeffizienter Neubau oder Windturbinen, ob Förderprogramme oder Lüftungstechniken, ob Produktionsprozesse in der gewerblichen Wirtschaft oder die Entwicklung von Energiekonzepten – BINE Informationsdienst liefert fundierte Antworten. BINE-News bringen neueste Erkenntnisse auf den Punkt, die Projektinfos berichten zeitnah über Forschungs- und Demonstrationsvorhaben, Themeninfos liefern projektübergreifend Ergebnisse aus Forschung und Praxis, basisEnergie-Infos erklären Grundlagen, die Reihe BINE-Fachbuch greift Energie-Themen umfassend auf. Das Internet-Portal www.bine.info öffnet somit die Türen zur Energiezukunft – es bietet allen schnelle und zuverlässige Informationen, abonnieren Sie das kostenfreie BINE-Abo.

BINE Informationsdienst ist ein Service von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Das Ministerium ist verantwortlich für die programmatische Ausrichtung der Energieforschungspolitik und federführend für das Energieforschungsprogramm der Bundesregierung.

 

Hintergrundinformation:
FIZ Karlsruhe hat hohe Kompetenz in allen Fragen der Energieinformation. Seit Jahrzehnten bereitet FIZ Karlsruhe Daten und Fakten aus der Energieforschung auf und stellt Informationen von der Forschung bis hin zur praktischen Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in neuen Technologien und Produkten bereit.
1987 war FIZ Karlsruhe eines der Gründungsmitglieder von ETDE (Energy Technology Data Exchange), einem Programm der Internationalen Energieagentur (IEA) zum Austausch von Wissen über Energie. FIZ Karlsruhe vertritt die Bundesrepublik Deutschland in der ETDE-Kooperation und erschließt für den Aufbau der Datenbank ENERGY aktuelles Wissen aus der deutschen Energieforschung. Gemeinsam mit derzeit 15 weiteren Partnerländern werden Literaturhinweise zu allen energierelevanten Themen aus Forschung, Anwendung und Politik zusammengestellt und über den Online-Service STN International von FIZ Karlsruhe oder die kostenlose Web-Version ETDEWEB angeboten.

 

Weitere Information zum BINE Informationsdienst und zu FIZ Karlsruhe erhalten Sie unter

 

BINE Informationsdienst:
Tel. +49 228 92379-0
www.bine.info
FIZ Karlsruhe:
Tel. +49 7247 808-555
helpdesk(at)fiz-karlsruhe(dot)de

Pressekontakt:

BINE Informationsdienst:
Uwe Milles
Tel. +49 228 92379-26
presse(at)bine(dot)info

 

FIZ Karlsruhe:
Rüdiger Mack
Tel. +49 7247 808-513
ruediger.mack(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen. Die Geschäftsfelder sind:

 

  • STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Forschungs- und Patentinformation
  • KnowEsis – innovative eScience-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses
  • Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten Mathematik und Informatik, Kristallografie und Chemie sowie Energie.

 

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. („Leibniz-Gemeinschaft“), unter deren Dach 87 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.

 

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16. Mai 2011: eSciDoc Days 2011 in Berlin

Max Planck Digital Library and FIZ Karlsruhe cordially invite you to participate in the eSciDoc Days 2011 to be held on Wednesday, October 26, and Thursday, October 27, at Tagungsstaette Harnack-House in Berlin, Germany.

eSciDoc, the open source eResearch environment, provides you with applications and services, based on a shared infrastructure maintaining your data, metadata, relations, and access rights.

For the fourth time the eSciDoc Days bring together experts with different background in scientific and scholarly information management: researchers and information professionals as well as chief information officers and software developers. The two day conference will provide extensive information about collaborative eResearch environments and related challenges, among them the sustainable management of a growing amount of data along the research process and the provision of a publishing environment for research results together with research data.

To foster knowledge exchange between disciplines on up-to-date topics, this years’ conference introduces two sessions to overview general developments in “Information Infrastructure Software” and “Research Data Management”.

Current usage scenarios of eSciDoc are presented in detail. Presentations held by eSciDoc team members and eSciDoc users will demonstrate the existing eSciDoc Applications and the underlying eSciDoc Infrastructure as well as its future directions. Additionally a whole day of hands-on tutorials is offered especially for developers who are interested in implementing their own applications based on the eSciDoc Infrastructure, or who intend to adapt existing eSciDoc Applications for their individual usage scenario.

Program and speakers will be announced soon.

For more information about eSciDoc please visit www.escidoc.org.

 

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16. Mai 2011: Neu bei STN: Patentvolltextdatenbank PCTFULL jetzt mit einzigartiger numerischer Eigenschaftssuche

Numerische Suche in den Volltexten der WIPO-Patentanmeldungen ermöglicht neuerdings die Recherche nach chemischen oder physikalischen Eigenschaften / nach Reload auch mit mehr Content wie Namen, Adressen und Volltexten in verschiedenen Sprachen / Vortrag und Workshop auf der PATINFO 2011 im Juni an der TU Ilmenau

Karlsruhe, Mai 2011 – Umfassende und aktuelle Patentinformation ist unverzichtbar, um kostspielige Doppelforschung zu vermeiden, unternehmensinternes Wissen zu schützen, Wettbewerbsvorteile zu sichern und die Innovationskraft eines Unternehmens zu gewährleisten. Die Patentdatenbanken bei STN International sind von grundlegender Bedeutung, wenn es gilt, die Patentfähigkeit einer Idee, den Stand der Technik sowie den Rechtsstand und die Verletzung von Patenten zu klären.

PCTFULL ist die Volltextdatenbank für PCT*-Patentanmeldungen (*PCT = Patent Cooperation Treaty), die unter Aufsicht der World Intellectual Property Organization (WIPO) erfolgen. Die Datenbank enthält mehr als 1,8 Millionen Dokumente und mehr als 1,3 Millionen Bilder, hauptsächlich Zeichnungen von der Titelseite der Patentanmeldung. Sie deckt den Zeitraum von 1978 bis zur Gegenwart ab und wird wöchentlich aktualisiert.

FIZ Karlsruhe hat eine einzigartige Suchfunktion neu für STN entwickelt, die neben einer verbesserten Identifizierung von Ansprüchen und ausführlichen Beschreibungen der Patentanmeldungen nun die numerische Eigenschaftssuche ermöglicht. FIZ Karlsruhe betreibt STN International, den weltweit führenden Online-Service für Forschungs- und Patentinformation, zusammen mit Chemical Abstracts Service (Columbus/ OH).

„Mit dem Reload von PCTFULL haben wir nicht nur zusätzlichen Content verfügbar gemacht, sondern wir schaffen mit der neuen numerischen Suchfunktion auch die Möglichkeit, in den englischen Volltexten beispielsweise nach Substanzen mit einem bestimmten Molekulargewicht oder bestimmten physikalischen Eigenschaften zu suchen“, erklärt Dr. Rainer Stuike-Prill, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb bei FIZ Karlsruhe. „Diese sehr komplexe Funktion wurde auf vielfachen Wunsch unserer Kunden entwickelt. Damit verstärken wir das Alleinstellungsmerkmal von STN, denn es gibt sie ausschließlich bei uns.“

Eine Stichwortsuche in Volltextdatenbanken resultiert normalerweise in einem großen Antwortsatz mit Hunderten oder Tausenden von Dokumenten. Zum ersten Mal ist es nun möglich, die Suche einzugrenzen auf z. B. Nanopartikel (< 100 nm), katalytische Reaktionen bei niedrigen Temperaturen (z. B. -5 bis 10 0C), Mischungen in einem bestimmten Prozentbereich (z. B. 20–30 %) und vieles mehr.

Für die numerische Suche werden Zahlenwerte und die dazugehörenden Maßeinheiten aus dem englischen Volltext extrahiert, normiert und suchbar gemacht. Mehr als 30 physikalische Größen sind indexiert und suchbar. Die meisten davon sind SI-Basiseinheiten (SI = Système International d’Unités) oder davon abgeleitete Einheiten. Knapp 400 weitere Einheiten und Schreibvarianten werden in die SI-Einheiten umgewandelt, um so mehr Werte auffindbar zu machen. Zusätzlich werden in den Texten enthaltene Intervalle erkannt. „Eine Suche mit 10-20 Kelvin findet daher auch Textstellen wie from -260 °C to -235 °C“, erklärt Dr. Michael Schwantner, Leiter der Abteilung Datenanalyse und Neue Methoden, „und wer mit Quadratmetern sucht, findet auch Dokumente, in denen die entsprechenden Werte in Square Inches angegeben sind.“

FIZ Karlsruhe stellt neben PCTFULL das gesamte Patentinformationsangebot von STN bei der Konferenz über Patentinformation und gewerblichen Rechtsschutz PATINFO 2011 am 09.-10. Juni an der TU Ilmenau vor, u. a. in dem Vortrag „Numerische Suchen in Patentdatenbanken – neue Möglichkeiten für gezielte Recherchen".


Über STN® International
STN International (www.stn-international.de), der weltweit führende Online-Dienst auf dem Gebiet der wissenschaftlich-technischen Forschungs- und Patentinformation, bietet auf einer neutralen Plattform qualitativ hochwertige Inhalte in den Datenbanken der renommiertesten Produzenten sowie State-of-the-Art-Funktionalitäten für Retrieval, Analyse und Visualisierung. Nur bei STN können die bekannten Mehrwert-Datenbanken Derwent World Patents Index® (DWPISM), CAplusSM/REGISTRYSM und die INPADOC-Datenbanken auf einer einzigen Plattform genutzt werden. Das Retrievalsystem ist optimal auf den Content abgestimmt und erlaubt die Text- und Faktensuche ebenso wie die Suche mit chemischen Strukturen und Biosequenzen. Mit STN AnaVistTM können die Recherche-Ergebnisse analysiert und durch Visualisierung neue Trends in der Forschung aufgedeckt werden. Bei geschäftskritischen Entscheidungen unterstützt STN seine Kunden durch Informationen in bestmöglicher Qualität, Vollständigkeit und Aktualität. Datenschutz, Datensicherheit und Vertraulichkeit werden in höchstem Maße gewährleistet. STN wird gemeinsam betrieben von FIZ Karlsruhe und Chemical Abstracts Service (CAS) in Columbus, Ohio. In Japan wird STN von der Japan Association for International Chemical Information (JAICI) in Tokio repräsentiert.

 

Weitere Informationen
FIZ Karlsruhe
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel.: +49 7247 808-555
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Pressekontakt:
FIZ Karlsruhe
Rüdiger Mack
Tel.: +49 7247 808-513
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FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (www.fiz-karlsruhe.de) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen. Die Geschäftsfelder sind:

 

  • STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Forschungs- und Patentinformation
  • KnowEsis – innovative eScience-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses
  • Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten Mathematik und Informatik, Kristallografie und Chemie sowie Energie.

 

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. („Leibniz-Gemeinschaft“), unter deren Dach 87 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.

 

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28. April 2011: ICSD web version 2.0.0 released

The ICSD web version 2.0.0 is now available.

This update is a maintenance release. Some minor bugs have been removed and the speed of some components has been increased significantly.

 

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18. März 2011: FIZ Karlsruhe legt erste Bilanz für 2010 vor

Um zirka 10 Prozent auf rund 30 Millionen Euro stiegen die vorläufigen Erlöse, die FIZ Karlsruhe 2010 erzielte. Das Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur startete die Arbeit im Rahmen der Deutschen Digitalen Bibliothek und als Partner in innovativen eScience-Projekten. Zudem wurde die Partnerschaft mit CAS (Chemical Abstracts Service) gestärkt.

 

Karlsruhe, 14. März 2011 – „Wir sind stolz, dass wir unsere wirtschaftliche Basis auch 2010 weiter ausbauen und unsere strategische Neuausrichtung erfolgreich vorantreiben konnten“, sagt Sabine Brünger-Weilandt, Geschäftsführerin von FIZ Karlsruhe. Das Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur erhält etwa ein Viertel seines Etats von Bund und Ländern. Drei Viertel erwirtschaftet FIZ Karlsruhe durch Dienstleistungen für Wirtschaft und Wissenschaft und als Partner in Forschungs- und Entwicklungsprojekten. „Unsere Professionalität, Neutralität und Verlässlichkeit wird international sehr geschätzt“, betont Sabine Brünger-Weilandt.

Früchte getragen hat 2010 der konsequente Ausbau von Dienstleistungen im eScience-Sektor. FIZ Karlsruhe nahm die Arbeit in großen, internationalen Projekten auf. Zwei seien genannt:

Im Rahmen des EU-Projektes SCAPE entwickeln FIZ Karlsruhe, die British Library, Microsoft Research, das Austrian Institute of Technology, die Open Planet Foundation und zehn weitere Partner Systeme zur Langzeitarchivierung für den praktischen Einsatz, damit auch große und heterogene Datenmengen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft langfristig zur Verfügung stehen. Die Partner im SCAPE-Projekt (Scalable Preservation Environments – Dienste für die Langzeitarchivierung in sehr großen Repositories) wollen in drei bis fünf Jahren diese Herausforderung bewältigen. Der Fokus von FIZ Karlsruhe liegt auf der Skalierbarkeit von Repository-Systemen und deren Integration in Cloud-basierte Infrastrukturen. „Der Einsatz von eSciDoc, der gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) entwickelten eScience-Infrastruktur, als Referenz-Plattform für SCAPE ermöglicht uns die nächsten Schritte in der Entwicklung, um zukünftig praxistaugliche Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit sehr großen Datenmengen anbieten zu können“, erläutert Dr. Leni Helmes, Bereichsleiterin Entwicklung und Angewandte Forschung.

2010 erhielt FIZ Karlsruhe auch den Zuschlag als technischer Betreiber für die Aufbau- und Pilotphase der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Mit der DDB sollen in mehreren Ausbaustufen die digitalen Angebote von mehr als 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen (Bibliotheken, Museen, Archive etc.) in Deutschland vernetzt, über Methoden des modernen Wissensmanagements erschlossen und für jedermann zentral zugänglich gemacht werden. „Dieses interdisziplinäre Projekt unterstreicht in besonderem Maße die Weiterentwicklung von FIZ Karlsruhe zum Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur“, hebt Sabine Brünger-Weilandt hervor.

Weltweit führend ist FIZ Karlsruhe bereits mit STN International, dem renommierten Service für Forschungs- und Patentinformation. „STN war auch 2010 ein wichtiges finanzielles Standbein“, kommentiert die Geschäftsführerin. Der Online-Dienst wird gemeinsam mit dem US-Partner CAS (Chemical Abstracts Service, Columbus/Ohio) betrieben. „Die sehr gute Zusammenarbeit mit CAS ist sicherlich herauszuheben, zumal sie bei der Aufbereitung wissenschaftlicher Inhalte für Datenbanken nochmals erweitert wurde.“ Allerdings sind die strategischen Partnerschaften insgesamt sehr beeindruckend. Sie reichen von den USA und Kanada über zahlreiche europäische Staaten und Russland bis nach China, Korea und Japan, und sie umfassen renommier-te Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die ebenso in Naturwissenschaft und Technik wie in Materialwissenschaft und Mathematik tätig sind.

Auch 2011 wird FIZ Karlsruhe konsequent daran arbeiten, den gesamten wissenschaftlichen Wertschöpfungsprozess durch die Integration von Content, Technologie und Service zu unterstützen. „Damit die gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen gemeistert werden, brauchen kreative Forscherinnen und Forscher nachhaltige Infrastrukturen als verlässliche Basis für neue Formen wissenschaftlichen Arbeitens. Wir werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten“, so Brünger-Weilandt. „Advancing Science ist und bleibt unser Leitmotiv.“

 

Weitere Informationen:

FIZ Karlsruhe, Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel.: +49 7247 808-555
Fax: +49 7247 808-259
E-Mail: helpdesk(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

Pressekontakt:

FIZ Karlsruhe
Rüdiger Mack
Tel.: +49 7247 808-513
E-Mail: ruediger.mack(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (www.fiz-karlsruhe.de) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen. Die Geschäftsfelder sind:

 

  • STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Forschungs- und Patentinformation
  • KnowEsis – innovative eScience-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses
  • Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten Mathematik und Informatik, Kristallografie und Chemie sowie Energie.

 

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. („Leibniz-Gemeinschaft“), unter deren Dach 87 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.

 

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28. Februar 2011: FIZ AutoDoc as document delivery service for CAS DDS customers

CAS (Chemical Abstracts Service) is discontinuing its Document Detective Service (DDS) as of March 31, 2011: http://www.cas.org/Support/dds.html

After March 31, 2011, CAS customers who order documents from CAS DDS by selecting “Order Document” from the CAS Full Text Options “Fee-based document services” will see that FIZ AutoDoc has replaced CAS DDS as the default document provider.
For ordering full-text documents through FIZ AutoDoc, CAS DDS customers must setup a FIZ AutoDoc account. An easy-to-use “Instant Account Setup” registration feature will be available online as soon as the “Order Document” option is used.
To setup a FIZ AutoDoc account in advance, CAS DDS customers should visit: http://www.fiz-karlsruhe.de/autodoc_account_setup.html

 

Benefits:

FIZ AutoDoc partners with renowned national and international scientific libraries, document suppliers, aggregators and publishers. It has a proven high fulfillment rate and highest level of customer satisfaction. FIZ AutoDoc provides customers with: 

 

  • original-color PDF documents straight from the publisher 
  • flexible delivery options (e-mail, fax, and regular mail)
  • flexible ordering options
  • full copyright compliance
  • collective monthly billing in U.S. dollars (Credit card payment is not available with FIZ AutoDoc.)

 

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1. Februar 2011: KnowEsis unterstützt den gesamten Prozess der wissenschaftlichen Wertschöpfung

LEARNTEC 2011: FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur stellt seine innovativen eScience-Lösungen KnowEsis vor / Unterstützung des gesamten wissenschaftlichen Wertschöpfungsprozesses von der Idee über Experiment, Datenaggregation, Datenauswertung und Publikation bis zur Erstellung von Lernmaterialien

Karlsruhe, Januar 2011 – Moderne digitale Infrastrukturen machen es möglich, beim wissenschaftlichen Arbeiten neue Wege zu gehen. Neue Formen kooperativer und interdisziplinärer Forschung entwickeln sich, und Forscherteams arbeiten unabhängig von Ort und Zeit in virtuellen Arbeitsumgebungen zusammen. Die um neue, digitale Arbeitsmöglichkeiten „erweiterte“ Wissenschaft wird eScience, „enhanced science“, genannt.

FIZ Karlsruhe engagiert sich bereits seit mehreren Jahren auf dem Gebiet eScience und stellt auf der LEARNTEC 2011 (Messe Karlsruhe, 1.-3. Februar 2011, Stand-Nr. C40) seine innovativen eScience-Lösungen KnowEsis vor. Diese beinhalten u. a. moderne digitale Infrastrukturen zur disziplinunabhängigen Unterstützung und Sicherung der Informationen aus dem gesamten wissenschaftlichen Wertschöpfungsprozess: von der Idee über Experiment, Datenaggregation, Datenauswertung und Publikation bis zur Erstellung von Lernmaterialien. Die Serviceangebote umfassen Beratung, Entwicklung und Implementierung von eScience-Infrastrukturen sowie den Betrieb der entsprechenden Systeme (z. B. als Software as a Service, SaaS). Als Basis dient die eSciDoc-Software, die gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) entwickelte Kommunikations- und Publikationsplattform für netzbasiertes wissenschaftliches Arbeiten.

eSciDoc unterstützt die Forscher bei ihrer Zusammenarbeit und optimiert die Nutzung von Informationen im globalen Wissensnetz. Zum Beispiel bietet eSciDoc Lösungen für den kontrollierten und langfristig gesicherten Zugang zu Forschungsdaten und Publikationen. Die gesamte eSciDoc-Software ist als Open Source unter der Common Development and Distribution License (CCDL) nachnutzbar.

Im Projekt „BW-eLabs“ entwickelt FIZ Karlsruhe gemeinsam mit den Universitäten Freiburg und Stuttgart sowie der Hochschule für Medien in Stuttgart auf Basis der eSciDoc-Software eine auf die Bedürfnisse der Fachwissenschaftler zugeschnittene Plattform zum Wissensmanagement in virtuellen und ferngesteuerten Laboren der Nanotechnologie und technischen Optik. Ziel des Projekts ist, den Zugriff auf heterogene experimentelle Ressourcen zu organisieren sowie die Experimente mit den zugehörigen Rohdaten für Forschungs- und Ausbildungszwecke zu erschließen und für eine dauerhafte Nutzung bereitzustellen.

 

Weitere Informationen
FIZ Karlsruhe
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
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Tel.: +49 7247 808-555
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Pressekontakt:
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FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (www.fiz-karlsruhe.de) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen. Die Geschäftsfelder sind:

 

  • STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Forschungs- und Patentinformation
  • KnowEsis – innovative eScience-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses
  • Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten Mathematik und Informatik, Kristallografie und Chemie sowie Energie.

 

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. („Leibniz-Gemeinschaft“), unter deren Dach 87 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.

 

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