30. April 2013: Energieeffiziente Gebäudehülle mit Durchblick

BINE-Fachbuch zu Fenster und Verglasungen neu erschienen

Fenster und Fenstersysteme haben sich mittlerweile von der einfachen Gebäudekomponente zum Hightech-Bauteil gemausert. Das neu erschienene BINE-Fachbuch „Energieeffiziente Fenster und Verglasungen“ stellt ein breites Spektrum von Funktionen und Gestaltungsspielräumen vor. Dabei konzentrieren sich die Autoren um Professor Andreas Wagner von der Universität Karlsruhe darauf, wie sich die vielfältigen Anforderungen an Fenster optimieren lassen: Im Winter wenig Raumwärme raus- aber viel Solarwärme reinlassen, im Sommer den Wärmeeintrag begrenzen und immer möglichst viel Tageslicht ins Innere leiten. Das Buch bietet einen umfassenden Überblick zu Planung, Gestaltung, Wärmeschutz, Bautechnik sowie innovativem Sonnenschutz und Lichtlenkung.

Im letzten Jahrzehnt hatten die Fensterrahmen die größten Fortschritte im Hinblick auf die Energieeffizienz zu vermelden. Seit einiger Zeit zieht die Glastechnologie nach. Innovative Systeme ermöglichen es, die Nutzung von Tageslicht und Sonnenwärme bedarfsgerecht zu steuern. Heute stehen wärmetechnisch hochwertige Fenstersysteme am Markt zur Verfügung, deren Dämmwert zum Teil denen von Außenwänden älterer Gebäude nicht nachstehen. Welches Fenstersystem unter energetischen und wirtschaftlichen Aspekten vorteilhaft ist, muss im Rahmen einer ganzheitlichen Gebäudebewertung ermittelt werden.

Der Autor Andreas Wagner lehrt als Professor für Bauphysik an der Universität Karlsruhe. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. Betriebsstrategien für solarbasierte Gebäudetechnik-Konzepte, thermischer Komfort in Gebäuden, Lichttechnik und visueller Komfort. Er ist auch in der wissenschaftlichen Begleitung des Förderprogramms „Energieoptimiertes Bauen“ (EnOB) des Bundeswirtschaftsministeriums engagiert. Unterstützt wird er von den Co-Autoren Sebastian Herkel vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme und dem Frankfurter Architekten Walter Krone.

Den vollständigen Pressetext sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter
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26. März 2013: Maschinenteile effizient feinschleifen

In der Autoindustrie weniger Energie und Schmierstoffe verbrauchen

Im Maschinenbau kommt es beim Feinschliff auf höchste Präzision an. Für die Qualität der Werkstücke ist es wichtig, dass möglichst wenig Reibungswärme entsteht und die nicht zu vermeidende rasch abgeleitet wird. Das aktuelle BINE-Projektinfo „Energieeffiziente Feinbearbeitung im Maschinenbau“ (03/2013) stellt ein neues Schleifverfahren für die Autoindustrie vor, das mit minimalen Mengen an Schmier- und Kühlstoffen auskommt. Im Vergleich zur bisher üblichen Überflutungskühlung halbiert das neue Verfahren den Energieverbrauch.

In der Nockenwellenfertigung der Volkswagen AG im Werk Salzgitter wurde das neue Verfahren, die sogenannte Minimalmengenschmierung, an einem Produktionsprozess erstmals im industriellen Maßstab erprobt. Die Forscher optimierten dabei Schleifmaschine, Schleifkörper und die Schmierstoffzufuhr. Ziel war, es sollte nur so viel Reibungswärme entstehen, wie schadlos über Werkzeug und Späne abgeführt werden kann. Dazu wurde der Herstellungsprozess des Schleifmittels geändert und dieses wurde dabei mit einer gelaserten, mikrostrukturierten Oberfläche versehen. Der Schmierstoff wird jetzt dosiert über ein Zweikanal-Düsensystem zugeführt. Dies ermöglicht ein optimales Mischungsverhältnis von Druckluft und Schmierstoff.

Die Herstellung von Nockenwellen bot sich als Pilotanwendung an, weil die induktionsgehärteten Chromstähle, die Geometrie der Werkstücke und die geforderte Präzision sehr anspruchsvoll sind. Wenn dieses Projekt erfolgreich verläuft, lässt sich das neue Verfahren auch auf andere Produktionsprozesse übertragen.

Die bisherigen Ergebnisse sind aussichtsreich. Bei den in Salzgitter hergestellten zwei Millionen Nockenwellen im Jahr lässt sich der Stromverbrauch bei der Produktion um mindestens 2,4 Mio. kWh senken. Dem stehen minimale Zusatzinvestitionen von vier Cent pro Nockenwelle gegenüber. Das BINE-Projektinfo „Energieeffiziente Feinbearbeitung im Maschinenbau“ (03/2013) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.

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22. März 2013: Brennstoffzelle versorgt parkende LKW mit Strom

Dieselkraftstoff emissionsarm und leise umwandeln

Das Cockpit eines Lastkraftwagens ist über Tage und Wochen Arbeitsplatz und Wohnraum für die Fahrer. Auch während der Ruhezeiten verlangen Kommunikationstechnik, Beleuchtung und Klimaanlage des LKW nach einer Bordstromversorgung. Das aktuelle BINE-Projektinfo „Emissionsarme Energieversorgung auf dem Rastplatz“ (02/2013) stellt eine für diesen Zweck entwickelte Hochtemperatur-Brennstoffzelle vor. Erstmals wurde ein System für den Brennstoff Diesel entwickelt, der bisher wegen seines Schwefelgehalts problematisch war.

Der Anforderungskatalog für eine Bordstromversorgung mit Hochtemperatur-Brennstoffzellen ist lang: Die Systeme sollen leicht, kompakt und ausgesprochen robust sein und sie müssen Vibrationen standhalten. Auf die Bauteile wirken große thermomechanische Belastungen durch schnelles Aufheizen und hohe Betriebstemperaturen ein. Bei der Gasaufbereitung des Diesels müssen alle Komponenten für einen Schwefelanteil von 10 – 15 ppm ausgelegt sein. Die Entwickler konnten bei vielen der genannten Anforderungen bereits wichtige Durchbrüche verzeichnen und nähern sich der Vorserie. Bis zur Serienreife sind aber noch weitere Optimierungsschritte über voraussichtlich drei Jahre notwendig. Diese betreffen unter anderem die Schwefeltoleranz, die Redoxbeständigkeit, die Thermomechanik und die Wärmeübertragung.

Aktuell verfügt das System über einen Wirkungsgrad von 22 %. Das serienreife Modell soll 30 % erreichen, über eine elektrische Nettoleistung von 3 kW verfügen und damit pro Betriebsstunde einen Liter Diesel verbrauchen. Das BINE-Projektinfo „Emissionsarme Energieversorgung auf dem Rastplatz“ (02/2013) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.

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5. Februar 2013: Integrierte Volltextversorgung — FIZ Karlsruhe und TIB intensivieren Kooperation

Vernetzung von FIZ AutoDoc und GetInfo führt zu gemeinsamen neuen Dienstleistungen

Karlsruhe, Februar 2013  —  Die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover und FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur werden in Zukunft gemeinsame Dienstleistungen zur Volltextversorgung mit wissenschaftlichen Originalpublikationen entwickeln. Mit diesen neuen Angeboten, die auf den derzeitigen Produkten FIZ AutoDoc und GetInfo basieren, wollen beide Einrichtungen vor allem die Kundenbedürfnisse noch besser bedienen, aber auch ihre Konkurrenzfähigkeit und somit ihre Zukunftsfähigkeit stärken. Beide Einrichtungen kooperieren bereits im Rahmen des Fachportals GetInfo, das im Bereich der naturwissenschaftlichen und technischen Forschungsinformation den urheberrechtskonformen Zugang zu führenden Fachdatenbanken, Verlagsangeboten und Bibliothekskatalogen mit integrierter Volltextlieferung bündelt.

FIZ AutoDoc, der webbasierte, weitgehend vollautomatische und ebenfalls urheberrechtskonforme Volltextversorgungsservice von FIZ Karlsruhe, arbeitet mit einer Vielzahl renommierter nationaler und internationaler wissenschaftlicher Verlage und Bibliotheken zusammen – darunter auch die TIB in Hannover. Artikel aus Zeitschriften und Serien sowie Patentdokumente stellt FIZ AutoDoc vorwiegend in elektronischer Form zur Verfügung. Eine weitere Stärke von FIZ AutoDoc ist seine Integrationsfähigkeit in den jeweiligen Workflow beim Kunden.

„Die synergetische Vernetzung beider Angebote stellt eine Win-Win-Situation für die TIB und für FIZ Karlsruhe dar“, erläutert Uwe Rosemann, Direktor der TIB. „Wir planen, ein umfangreiches und innovatives Dienstleistungsspektrum rund um die Versorgung von wissenschaftlich-technischer Originalliteratur bereitzustellen.“

In die neuen, gemeinsamen Dienstleistungsangebote wird GetInfo unter anderem das Suchportal mit einem Zugriff auf mehr als 160 Millionen Datensätze sowie den Zugang zu allen Quellen der TIB (inkl. Graue Literatur) einbringen. Die Beiträge von FIZ AutoDoc bestehen aus dem internationalen Netzwerk an Dokumentlieferanten, das Zugriff auf ca. 210.000 Zeitschriften ermöglicht, sowie aus einem breiten Funktionsspektrum, zum Beispiel um Bestellvorgänge kundenspezifisch anzupassen.
„Die Kunden von GetInfo und FIZ AutoDoc werden schon in naher Zukunft von der sichtbaren Vernetzung beider Systeme profitieren können“, so Sabine Brünger-Weilandt, Geschäftsführerin und Direktorin von FIZ Karlsruhe. „Hier bündeln zwei große, anerkanntermaßen leistungsstarke Infrastruktureinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft ihre Kräfte im Interesse ihrer Nutzer in Wissenschaft und Wirtschaft.“

Mittelfristig wird das neue Angebot die Bedürfnisse der Kunden auf einem höchst anspruchsvollen und umfassenden Niveau erfüllen. Die gesamte Bandbreite vom effizienten Bestellvorgang über die Lieferung elektronischer Volltexte bis hin zum Rechtemanagement wird abgedeckt werden.

 

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (www.fiz-karlsruhe.de) ist eine gemeinnützige GmbH und hat als eine der größten außeruniversitären Informationsinfrastruktureinrichtungen in Deutschland den öffentlichen Auftrag, Wissenschaft und Forschung – auch in der Wirtschaft – mit wissenschaftlicher Information zu versorgen und entsprechende Produkte und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationsinfrastruktur zu entwickeln. Das erklärte Ziel von FIZ Karlsruhe ist es, den nationalen und internationalen Wissenstransfer zu stärken und die Innovationsförderung zu unterstützen.
Die Geschäftsfelder sind:

 

  • STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische
    Forschungs- und Patentinformation
  • KnowEsis – innovative e-Science-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten
    Forschungsprozesses (z. B. Forschungsdatenmanagement)
  • Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten
    Mathematik und Informatik, Kristallographie und Chemie sowie Energie.

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, unter deren Dach mehr als 80 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen. 

 

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) (www.tib-hannover.de) ist die Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Mit ihrem einmaligen Bestand an technisch-naturwissenschaftlicher Literatur in Papier und digitaler Form ist sie die weltweit größte Bibliothek ihrer Art. Die TIB führt zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Digitalen Bibliothek durch und ist eine der führenden Einrichtungen der technisch-naturwissenschaftlichen Informationsinfrastruktur in Deutschland. Die TIB ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.  

 

Weitere Informationen:
FIZ Karlsruhe ,
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1,
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel: +49 (0) 7247 808-555,
Fax: +49 (0) 7247 808-259 ,
E-Mail: helpdesk(at)fiz-karlsruhe(dot)de
 
Kontakt Marketingkommunikation:
Rüdiger Mack,
Tel. + 49 (0) 7247 808-513,
E-Mail: Ruediger.Mack(at)fiz-karlsruhe(dot)de
 
Technische Informationsbibliothek (TIB),
Welfengarten 1 B, 
30167 Hannover
 
Kontakt Marketingkommunikation:
Nicole Petri,
Tel.  +49 (0) 511 762-8003,
E-Mail: Nicole.Petri(at)tib.uni-hannover(dot)de

 

Dateien: Pressemitteilung hier herunterladen

 

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