19. Dezember 2014: Neues Themenheft zum Wissensmanagement in der Mathematik

"A Focus on Mathematics". Die neue Broschüre von FIZ Karlsruhe spannt den Bogen von den Anfängen der Dokumentation mathematischer Forschungsergebnisse bis hin zum heutigen zbMATH – dem internationalen Onlineportal für Mathematik, mit innovativer Funktionalität, präzisen Suchmöglichkeiten und der vollständigsten Abdeckung weltweit.

Karlsruhe, Dezember 2014. FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur hat eine vollständig überarbeitete Neuauflage seiner Mathematikbroschüre „A Focus on Mathematics“ herausgebracht. Die englischsprachige Publikation widmet sich neuen Richtungen des integrierten Wissensmanagements in der Mathematik.

 

Sieben Artikel von Fachautoren, darunter Prof. Gert-Martin Greuel, Chefredakteur von zbMATH, spannen den Bogen von den Anfängen der Dokumentation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse im „Jahrbuch der Fortschritte der Mathematik“ (1868) bis zu dem heutigen modernen Onlineportal zbMATH. Seit 1977 gehören die in der Fachwelt international renommierten Redaktionen von „Zentralblatt der Mathematik“ und „Zentralblatt für die Didaktik der Mathematik“ zu FIZ Karlsruhe und bilden die Basis für zbMATH.

 

Sabine Brünger-Weilandt, Direktorin und Geschäftsführerin von FIZ Karlsruhe, hebt hervor: „Mathematik spielt bei Innovationen und Entwicklungen in allen Wissenschaften ebenso wie in der Wirtschaft eine zentrale Rolle. So basiert z. B. jede Art von Software auf mathematischem Wissen in Form von Methoden und Verfahren. „Daher“, so Brünger-Weilandt weiter, „ist der Zugang zu hochqualitativer mathematischer Information heute wichtiger denn je.“

 

Prof. Greuel erklärt: „Die Publikationslandschaft in der Mathematik entwickelt sich weiter und wird immer heterogener. Die gezielte Suche, das Finden und die Analyse von komplexer Information erfordert mehr denn je moderne Methoden wie semantische Suche oder Analyse, Suche nach Formeln und Algorithmen, oder den Nachweis von Datentypen wie z. B. mathematischer Software. Speziell hierzu wurde die neuartige Datenbank swMATH entwickelt. Diese ermöglicht die Suche nach mathematischer Software und verlinkt direkt zu relevanten Publikationen in zbMATH.“

 

„A Focus on Mathematics“ verdeutlicht nicht nur das aktuelle, umfassende Dienstleistungsspektrum von FIZ Karlsruhe in der Mathematik, sondern beleuchtet auch die Historie. Dieser historische Exkurs in die Publikationsgeschichte zeigt den langen Weg von einst ausschließlich gedruckten Veröffentlichungen im „Jahrbuch über die Fortschritte der Mathematik” zu einem der international modernsten Fachportale mit zahlreichen Suchfacetten und täglicher Aktualisierung. Der aktuelle Bestand umfasst ca. 3,4 Mio. Publikationen.

 

Die Beiträge vergleichen die Publikationslandschaften vergangener Zeiten mit den heutigen, in denen nicht nur die Literatur alleine eine wichtige Rolle spielt. Sie diskutieren, auf welche Weise Referatedienste und Online-Portale sich weiterentwickeln müssen, um die Bedürfnisse heutiger Nutzer zu erfüllen. Darüber hinaus erfährt der Leser, wie in zbMATH-Autorenprofile erstellt werden und was sich daraus alles ableiten lässt. Ebenfalls ein wichtiges Thema: die Formelsuche. Im neuen Heft wird erklärt, was FIZ Karlsruhe in diesem komplexen Bereich alles unternimmt, um dieses hoch anspruchsvolle Recherchethema immer weiter zu optimieren.

 

Last but not least werden noch einige Vorurteile über Mathematiker auf den Prüfstand gestellt: Sind Mathematiker schlauer als andere Menschen? Sind Mathematiker unsozial? Wieviel Wahrheit steckt in diesen weit verbreiteten Vorurteilen? Und: Lassen sich aus einer solchen Analyse evtl. sogar Gestaltungsprinzipien von mathematischen Informationssystemen ableiten, damit Mathematiker den bestmöglichen Nutzen aus ihnen ziehen können?

 

„A Focus on Mathematics — New Directions of Integrated Knowledge Management in Mathematics” ist als PDF verfügbar unter: www.fiz-karlsruhe.de/publications.html.

 

Das ebenfalls kostenlos erhältliche gedruckte Heft kann unter Ruediger.Mack(at)fiz-karlsruhe(dot)de bestellt werden.

 

Weitere Informationen:
FIZ Karlsruhe
Dr. Olaf Teschke
Abteilung Mathematik und Informatik
Franklinstr. 11
10587 Berlin
Tel.: +49 (0)030 39993413
Olaf.Teschke(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

Pressekontakt:
Dr. Robert Hauser
Tel. +49 (0) 7247-808-115,
robert.hauser(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

Ansprechpartner Marketingkommunikation:
Rüdiger Mack
Tel.: +49 (0)7247 808-513
ruediger.mack(at)fiz-karlsruhe(dot)de

 

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist eine gemeinnützige GmbH und die größte außeruniversitäre Informationsinfrastruktureinrichtung in Deutschland. Es hat den öffentlichen Auftrag, Wissenschaft und Forschung – auch in der Wirtschaft – mit wissenschaftlicher Information zu versorgen und entsprechende Produkte und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationsinfrastruktur zu entwickeln. Unser Ziel ist die aktive Unterstützung der Innovationsförderung durch Stärkung des Wissenstransfers im nationalen wie im internationalen Rahmen. FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, unter deren Dach sich fast 90 Einrichtungen zusammengeschlossen haben, die Forschung betreiben und/oder wissenschaftliche Infrastrukturen bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.fiz-karlsruhe.de. Folgen Sie uns auch auf Twitter (@fiznews).

 

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09. Dezember 2014: In Kompostwerken Biogas erzeugen

Bioabfall vorab pressen und Flüssigkeit an Bakterien verfüttern

 

Kompostwerke können mehr als den gesammelten Inhalt der Biotonnen in eine nährstoffreiche Erde umwandeln. Erweitert man die Anlagen um eine Biogasstufe, dann lässt sich dort auch Energie gewinnen. Dazu wird der Bioabfall vorab gepresst und die dabei gewonnene Flüssigkeit in Fermentern vergoren. Das BINE-Projektinfo „Bioabfall: Kompost und Biogas kombinieren“ (17/2014) stellt dieses Verfahren zur Biogaserzeugung und erste Praxiserfahrungen vor. Die Entwickler haben besonderen Wert auf einen wenig störanfälligen und wirtschaftlichen Prozess gelegt.

 

Beim neuen Verfahren wird neben Kompost zusätzlich Biogas gewonnen. Die beim Pressen des Bioabfalls abgetrennte Flüssigkeit ist der Nährstoff, der in den neu entwickelten Biofilmfermentern an Bakterien verfüttert wird. Das dabei erzeugte Biogas kann in einem Blockheizkraftwerk verstromt oder ins Erdgasnetz eingespeist werden. Das Verfahren hat sich in einem Praxistest als robust erwiesen. Der ausgepresste Bioabfall durchläuft anschließend die üblichen Kompostierverfahren und am Ende liegt eine Komposterde in nahezu unveränderter Qualität vor. Bisher waren Kompostwerke, besonders wegen der mechanischen Belüftungsanlagen, nur Energieverbraucher.

 

Mit der Erweiterung um eine Biogasstufe lässt sich die Kapazität bestehender Kompostwerke um 10 bis 15 % erhöhen, bei gleichem Energiebedarf und ohne Ausbau. Das Verfahren wurde von der Firma Sutco Recyclingtechnik in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen und der Entsorgungs-Gesellschaft Westmünsterland (EGW) entwickelt. Auf deren Kompostwerk in Gescher fanden die Praxistests statt.

 

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 – 92379-0. Auf diesem Webportal stehen im Pressebereich das Cover des Infos sowie weiteres Bildmaterial zur Verfügung.

Den vollständigen Pressetext sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter
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04. Dezember 2014: Schüler energiesparend mit Frischluft versorgen

Energie sparen in neugebauter Grundschule

 

Möglichst wenig Energie benötigen und den Bedarf regenerativ decken: Dies strebten die Bauherren beim Bau einer Grundschule nahe Berlin an. Das BINE-Projektinfo „Frische Luft im Schulneubau“ (16/2014) beschreibt welches Konzept sie bei Lüftung, Beleuchtung und Energieerzeugung einsetzten. Natürliche Prozesse bei der Lüftung und Kühlung des Gebäudes zu nutzen, sind dabei wichtige Aspekte.

 

Die Schule in Hohen Neuendorf  ist ein Massivbau aus Stahlbeton und verfügt daher über ausreichend thermische Speichermassen. Diese nehmen im Sommer tagsüber Wärme auf, die über die freie Nachtlüftung wieder abgegeben wird. So kann auf eine Klimatisierung verzichtet werden. Manuell und automatisch steuerbare Markisen ergänzen den statischen Sonnenschutz. Eine lichtlenkende Verglasung im Erdgeschoss und eine lichtstreuende Nanogel-Verglasung im Obergeschoss sorgen für blendfreies Tageslicht. Die Beleuchtung wird abhängig vom Tageslicht und den Präsenzzeiten geregelt. Die benötigte Wärme erzeugt ein Pellet-Heizkessel. Die Photovoltaikanlage liefert Strom zur Eigennutzung.

 

Um in den Klassenräumen für ausreichend Frischluft zu sorgen und den Strombedarf so gering wie möglich zu halten, kombinierten die Projektbeteiligten die natürliche Fensterlüftung mit maschinellem Lüften. Jeder Gebäudeflügel hat eine separate Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Automatisch gesteuert lüften die motorisch öffnenden raumhohen Lüftungsflügel in den Pausen sowie morgens vor dem Unterricht. Zusätzlich kann in jedem Klassenraum ein Fenster manuell geöffnet werden. Im Projekt zeigte sich, dass es wichtig ist, den Betrieb der Anlage genau auf die Nutzungszeiten des Gebäudes abzustimmen. 

 

Das Gebäude erhielt als erste Schule in Deutschland die Goldmedaille für Nachhaltiges Bauen. Die Zertifizierung erfolgte nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundesbauministeriums.

 

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0. Auf diesem Webportal stehen im Pressebereich Bilder zum Download bereit.

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02. Dezember 2014: Windenergie: Gondeln auf dem Teststand prüfen

Im Frühjahr 2015 eröffnet Deutschlands erster Gondelprüfstand

 

Der Weg einer Windenergie-Anlage vom ersten Entwurf bis zur Markteinführung ist lang. Gerade in der Endphase müssen die Prototypen langwierige und intensive Praxistests bestehen. Um diese Zeitspanne zu verkürzen, geht im Frühjahr 2015 in Bremerhaven ein Teststand für Gondeln in Betrieb. Hier können Mechanik und die elektrischen Komponenten beschleunigt geprüft werden. Das BINE-Projektinfo „Gondeln im Schnelldurchlauf testen“ (15/2014) stellt den Teststand vor. Er ist für komplette Gondeln bis acht Megawatt ausgelegt. Die hier gewonnenen Daten fließen in den Zertifizierungsprozess ein und ermöglichen es, neuen Anlagen den letzten Feinschliff zu geben.

 

„Die Tests im Prüfstand helfen, die Zuverlässigkeit der Anlagen – besonders offshore – zu erhöhen. Zudem können die Lasten, die auf den Triebstrang wirken, durch neue Regelstrategien reduziert werden,“ fasst Martin Pilas, Projektleiter beim Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, die Vorteile für Hersteller und Parkbetreiber zusammen. Ein Lasteinleitungssystem kann alle Kräfte und Momente simulieren, die auch im Feld auf Gondeln wirken. In der derzeit leistungsstärksten Netzsimulationsanlage der Welt wird ein Stromnetz nachgeahmt. Hier werden die elektrischen Komponenten der Windenergie-Anlagen im Hinblick auf Netzrückwirkungen, Kurzschlüsse und Notstopps untersucht.

 

Neben dem Gondelteststand verfügt das Dynamic Nacelle Testing Laboratory (DyNaLab), so der Name der Gesamteinrichtung, in Bremerhaven noch über Prüfeinrichtungen für Generatoren, Umrichter, Lager und Hauptwellen. Die Projektleitung obliegt dem Fraunhofer IWES.

 

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 – 92379-0. Auf diesem Webportal stehen im Pressebereich das Cover des Infos sowie zwei weitere Bilder zur Verfügung.

 

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19. November 2014: FIZ AutoDoc Release November 20, 2014

 

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04. November 2014: Sabine Brünger-Weilandt, Direktorin und Geschäftsführerin von FIZ Karlsruhe, zur stv. Vorsitzenden von Rat für Informationsinfrastrukturen gewählt

Der neu gegründete Rat für Informationsinfrastrukturen hat am 03.11.2014 seine Arbeit aufgenommen. Die 24 Ratsmitglieder – Vertreter von Wissenschaft und Gesellschaft sowie Bund und Ländern – kamen in Göttingen zu ihrer ersten Sitzung zusammen.

 

Zum Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Otto Rienhoff von der Universität Göttingen und als Stellvertreterin Sabine Brünger-Weilandt von FIZ Karlsruhe gewählt. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, gratulierte den Vorsitzenden und wies auf die hohe Bedeutung der Aufgaben des Rats hin. „Das Gremium soll den digitalen Wandel in der Wissenschaft forcieren und Rahmenbedingungen definieren“, sagte die Bundesforschungsministerin. 

 

Der Rat hat die Aufgabe, disziplinen- und institutionsübergreifende Empfehlungen für die weitere Entwicklung und den Ausbau der digitalen Infrastrukturen von Bildung und Wissenschaft zu erarbeiten. Dazu gehören etwa Fragen der digitalen Langzeitarchivierung, der Zugänge zu Datenbanken oder der Digitalisierung von Wissensbeständen.

 

Weitere Infos in der Pressemitteilung des BMBF: www.bmbf.de/press/3678.php

 

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04. November 2014: Strom und Wärme vor Ort erzeugen

Neues BINE-Fachbuch „Blockheizkraftwerke“ erschienen

 

Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen in einem Kombiprozess Strom und Wärme. Ihr Beitrag zur Stromversorgung in Deutschland soll sich im Zuge der Energiewende in den kommenden Jahren nahezu verdoppeln. Das jetzt erschienene, vollständig überarbeitete BINE-Fachbuch „Blockheizkraftwerke – Ein Leitfaden für Anwender“ trägt als bewährtes Standardwerk dazu bei, Hürden und Hemmnisse auf dem Weg zum eigenen Kraftwerk zu überwinden. Themenschwerpunkte sind die neuen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aktuelle Forschungstrends sowie die Anlagentechnik, Organisations- und Betriebskonzepte und Genehmigungsfragen.

 

Im Zuge der Energiewende wird der Beitrag dezentraler Erzeuger zur Stromversorgung in Deutschland wachsen. Blockheizkraftwerke sind dabei eine zentrale Option. In der Praxis konnten sie bisher ihr Markpotenzial erst zum Teil ausschöpfen. Aber die aktuellen energiepolitischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen eröffnen ihnen neue Perspektiven für einen höheren Marktanteil. Das BINE-Fachbuch steuert in Form eines Leitfadens die hierzu nötigen Informationen bei. Es ist konzipiert für Anwender in Wohnungswirtschaft, Kommunen, Energiewirtschaft und Industrie.

 

Der Autor, Wolfgang Suttor, kann auf mehr als 35 Jahre Erfahrungen als Ingenieur, Energieberater und Autor im Bereich der KWK-Technik zurückblicken. Er hat eine Reihe von Büchern hierzu publiziert und ist u. a. Herausgeber des Loseblattwerkes „Praxis Kraft-Wärme-Kopplung“. Ein Rezensionsexemplar kann beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe unter 0228 92379 0 angefordert werden. Unter www.bine.info/presse stehen das Cover des Buches, weiteres Bildmaterial und eine Leseprobe mit einem Beispielkapitel zum Download bereit.

 

Den vollständigen Pressetext sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter
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15. Oktober 2014: Forschungscampus MODAL offiziell gestartet – FIZ Karlsruhe ist Projektpartner

Am 13.10.2014 wurde das auf 15 Jahre angelegte Projekt MODAL (Mathematical Optimization and Data Analysis Laboratories) mit Standort in Berlin-Dahlem feierlich eröffnet. Das Projekt ist am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin (ZIB) angesiedelt und wird in Kooperation mit der Freien Universität Berlin getragen; es wird von mehreren Unternehmen unterstützt.
Im Forschungscampus MODAL wird zur datengetriebenen Modellierung, Simulation und Optimierung komplexer Prozesse aus Logistik und Medizintechnik geforscht. Ziel ist es beispielsweise, Versorgungsnetzwerke und Fahrpläne zu optimieren oder die Möglichkeiten zur Frühdiagnose schwerer Krankheiten zu verbessern. In vier themenbezogenen Laboratorien – dem BahnLab, GasLab, MedLab und einem methodisch übergreifenden SynLab – werden neue innovative Konzepte entwickelt.

 

FIZ Karlsruhe ist am Laboratorium SynLab mit swMATH beteiligt. swMATH ist eine Datenbank, die mathematische Software nachweist und mit relevanten Publikationen in der Referate-Datenbank zbMATH verknüpft. Ziel ist die Erhöhung der Sichtbarkeit von softwareorientierter Forschung in der Mathematik und eine weitergehende inhaltliche Erschließung mathematischer Software besonders unter dem Gesichtspunkt der Identifizierung potenzieller Einsatzfelder. Darüber hinaus werden angepasste Such- und Navigationsmöglichkeiten entwickelt sowie Statistiken zur Verwendung und Referenzierung von Softwarelösungen bereitgestellt.

 

Das Vorhaben wird im Rahmen der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Bis zu 20 Millionen Euro sind als Förderung für den Forschungscampus MODAL anvisiert. Er hatte sich als einer von zehn Wettbewerbsgewinnern in einem harten zweistufigen Auswahlverfahren gegen 96 Mitbewerber durchgesetzt.

 

Die Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ hat einen sehr hohen strategischen Stellenwert in der aktuellen Forschungspolitik. Mit den insgesamt 10 geplanten neuen Forschungscampi etabliert das BMBF einen neuen Typ von Forschungsstrukturen. Damit werden erstmals großangelegte und langfristige Ansätze der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen. So können komplexe und vielschichtige Forschungsfelder mit hohem Forschungsrisiko und besonderem Potenzial für Sprunginnovationen bearbeitet werden.

 

BMBF: http://www.bmbf.de/de/16944.php
PM: http://www.forschungscampus-modal.de/component/content/article/2-uncategorised/4-pressemitteilung

 

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07. Oktober 2014: Mit Vakuum und Vulkangestein Wärme speichern

Perlitpulver in Speicherwand reduziert Wärmeverluste

 

Um den Anteil der Solarthermie in der Wärmeversorgung zu erhöhen, sind effizientere Speicher eine wichtige Voraussetzung. Das BINE-Projektinfo „Vakuumtank speichert Wärme“ (14/2014) schildert die Entwicklung eines Speichers, dessen Hülle eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Ein Vakuum zwischen Innen- und Außentank sowie eine Perlitpulver-Füllung im Zwischenraum ermöglichen gute Dämmwerte.

 

Der vakuumsuperisolierte Heißwasserspeicher kann über mehrere Wochen oder Monate Wärme speichern. So lassen sich bei kleinen und mittelgroßen Bestandsgebäuden mit Niedrigenergiehausstandard hohe solare Deckungsanteile erreichen. Der Langzeit-Wärmespeicher wird bereits in mehreren Ein- und Mehrfamilienhäusern eingesetzt.

 

Den Wärmetransport zwischen den aus Stahl gefertigten Innen- und Außentanks zu minimieren, war Ziel des Forschungsprojektes. Dazu erzeugten die Wissenschaftler mit einfacher Pumpentechnik ein Vakuum im Ringspalt. So schafften sie es, die Luftwärmeübertragung zu unterbinden. Allerdings findet auch im Vakuum noch Wärmestrahlung statt. Um diesen Effekt zu reduzieren, füllten die Forscher in den Zwischenraum das kaum wärmeleitende Vulkangestein Perlit.

 

Der vakuumsuperisolierte Heißwasserspeicher wurde vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung in Zusammenarbeit mit dem Stahl- und Metallbaubetrieb Hummelsberger aus Oberbayern entwickelt.

 

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 – 92379-0. Auf diesem Webportal stehen im Pressebereich das Cover des Infos sowie weiteres Bildmaterial zur Verfügung.

 

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30. September 2014: Mehr erneuerbare Energie in Fernwärmenetze einbinden

Studie untersucht Potenziale von Bio- und Sonnenenergie

 

Bis zum Jahr 2020 strebt die Bundesregierung an, einen Anteil von 14 Prozent am Wärmemarkt aus regenerativen Energien zu decken. Das BINE-Projektinfo „Wie Fernwärme erneuerbar wird“ (13/2014) beschreibt wie ein Umbau der Fernwärmeversorgung aussehen könnte. Wissenschaftler haben untersucht, welche Energieträger aus technischer und wirtschaftlicher Sicht hierfür geeignet sind. Mit Hilfe von Ergebnissen aus Modellregionen und Best-Practice-Beispielen entwickelten die Forscher Strategien für die Zukunft.

 

In der Studie „Transformationsstrategien für die Fernwärmeversorgung“ prüften die Wissenschaftler wie sich die Einbindung von holzartiger Biomasse, von Biogas und –methan sowie Solarthermie und Geothermie auf die Effizienz der Wärmenetze auswirkt. Einige Ergebnisse: Viele erneuerbare Energiequellen und Niedertemperaturabwärme in Kombination mit Wärmepumpen stoßen bei Vorlauftemperaturen von deutlich über 100 °C an ihre Grenzen. In neun untersuchten Bestandsnetzen waren Biomasse und Geothermie die erneuerbaren Energieträger mit dem größten Anteil an der Wärmeerzeugung.

 

Für die Modellregionen Ulm und Jena entwickelten die Forscher Strategien zum Umbau der Fernwärmeversorgung. Mit mehr als 50 Prozent erneuerbar erzeugter Wärme ist Ulm schon heute ein Vorreiter auf diesem Gebiet. In Jena könnte dieser Wert bis 2030 erreicht werden, wenn der Gesamtwärmebedarf aufgrund von Sanierungen sinkt. Aktuell prüfen die Stadtwerke Jena-Pößneck im „Integralen Energie- und Wärmekonzept 2050“ neue Möglichkeiten für die Energieversorgung der Stadt.

 

Zusätzlich erstellten die Forscher einen Entscheidungsbaum für Betreiber von Fernwärme-Netzen. Mit diesem Werkzeug können die Betreiber prüfen, wie sie den Anteil erneuerbarer Energieträger in ihrem Versorgungssystem steigern können. Die Studie „Transformationsstrategien für die Fernwärmeversorgung“ führten das IFEU-Institut, die GEF Ingenieur AG und der Energieeffizienzverband AGFW durch.

 

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26. September 2014: Startschuss für Archivportal-D

Deutschlands Archive jetzt online leichter zugänglich

 

Auf dem 84. Deutschen Archivtag, 24.-27.09.2014, wurde das Archivportal-D der Öffentlichkeit übergeben. Das im Internet unter www.archivportal-d.de frei zugängliche Portal ermöglicht eine umfassende und kostenlose Recherche in Deutschlands Archiven. Bereits jetzt, kurz nach dem Start des Portals können Nutzer bereits auf über 5 Millionen Datensätze von mehr als 25 beteiligten Archiven zugreifen. Das große Interesse zahlreicher Archive, neue Inhalte für das Portal bereitzustellen, lässt einen schnell wachsenden Datenbestand erwarten. Die technische Leitung und Umsetzung des Projekts sowie der technische Betrieb des Portals liegen bei FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur.
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25. September 2014: Die Energieversorgung von Industrieparks vernetzen

Planungstool identifiziert Synergieeffekte zwischen benachbarten Firmen

In Industrie- und Gewerbeparks produzieren Firmen aus unterschiedlichen Branchen in unmittelbarer Nachbarschaft. Mit einem Energieversorgungssystem, das firmenübergreifend den kompletten Park bedient, lässt sich dank Ausgleichs- und Synergieeffekten zwischen den verschiedenen Betrieben eine höhere Gesamteffizienz erreichen. Das BINE-Projektinfo „Energie sparen in Gewerbe- und Industrieparks“ (12/2014) stellt ein neues Simulationsprogramm vor, das bisher ungenutzte Effizienzpotenziale für Strom, Wärme und Kälte identifiziert. Das Programm kann Optimierungsvorschläge nach verschiedenen ökonomischen und energetischen Parametern ermitteln und abgestufte Vorschläge entwickeln.

Die Software bildet auch komplexe Industriestandorte mit einer Vielzahl an Betrieben und möglichen Versorgungsvarianten ab. Dabei fließen beispielsweise die Lastgänge unterschiedlicher Verbraucher, die Topographie und die Art der eingesetzten Technologien in die Berechnungen ein. Das Programm ermittelt Vorschläge für die Auslegung von Komponenten und Bauteilen. Es bewertet die verschiedenen Varianten, z. B. anhand von Investitions- und Betriebskosten, dem Kapitalwert oder den gesamten CO2-Emissionen. Die Software ist sowohl für die Erweiterung bestehender Parks als auch die Planung neuer Standorte geeignet.

Bei der Planung eines Industrieparks für ein global tätiges Pharmaunternehmen testeten die Wissenschaftler das Programm erstmals in der Praxis. Entwickelt hat das neue Planungstool die Rheinisch-Westfälische-Technische-Hochschule Aachen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Künftig soll die Software noch weiter verfeinert werden, um kurze Zeitintervalle abbilden und individuelle Fragestellungen auch ohne Kenntnisse der mathematischen Optimierung berechnen zu können.

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23. September 2014: Deponiegas kostengünstig aufbereiten

Aktivkohle zur Gasaufbereitung vor Ort regenerieren

Anstelle von Erdgas kann auch Deponiegas aus Mülldeponien und Kläranlagen in Blockheizkraftwerken verbrannt und energetisch genutzt werden. Um die Turbinen und Motoren nicht vorzeitig zu verschleißen, muss das Gas vorab von unerwünschten Begleitstoffen, z. B. siliziumorganischen Verbindungen, gereinigt werden. Das BINE-Projektinfo „Deponiegas sauber nutzen“ (11/2014) stellt ein Verfahren vor, mit dem das Adsorptionsmittel vor Ort regeneriert wird. Dadurch muss die Aktivkohle seltener ausgetauscht werden. Das Ziel ist, Kosten zu senken und die Gasreinigung wirtschaftlicher zu machen.

Die Adsorption mit Aktivkohle und anschließender Regeneration ist das gebräuchlichste Verfahren zur Gasreinigung. Die Siloxa Engineering AG hat gemeinsam mit Fraunhofer UMSICHT eine Vor-Ort-Regeneration der Aktivkohle durch adsorptive Reinigung entwickelt. In Feldversuchen auf der Deponie Vereinigte Ville in Erftstadt-Liblar bei Köln wurde das Verfahren erprobt. Um zusätzlich die Belastung mit polaren organischen Verbindungen, wie Trimethylsilanol, zu senken, empfehlen die Forscher eine Vorreinigung mit einer Sickerwasserwäsche.

Die Forschungsgruppe entwickelte ein theoretisches Verfahrenskonzept für eine Gasreinigungsanlage mit einem Durchsatz von 1.000 Nm³ pro Stunde: Für dieses Konzept erstellte das Forschungsteam auch eine Betriebskostenanalyse bei einer durchschnittlichen Siliziumbelastung des Deponiegases. Auf dieser Basis berechneten sie bei den spezifischen Betriebskosten einen deutlichen Vorteil des neuen Verfahrens gegenüber einer konventionellen Adsorptionsanlage mit einem Austausch der Aktivkohle. Um das Vor-Ort-Verfahren zur Marktreife zu bringen, müssen weitere Tests unter anwendungsnahen Randbedingungen durchgeführt werden.

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29. Juli 2014: Forschen im internationalen Technologie-Netzwerk

Deutschlands Engagement in der Internationalen Energieagentur

Einen weltweiten Austausch über Inhalte der Energieforschung bietet die Internationale Energieagentur (IEA) Wissenschaftlern und anderen Experten. Das Technologie-Netzwerk der IEA bildet das hierfür notwendige organisatorische Gerüst. Das jetzt erschienene BINE-Themeninfo „Forschen im weltweiten Netzwerk – Deutschlands Beitrag zur Internationalen Energieagentur“ (I/2014) beschreibt eine Auswahl an Initiativen, in denen deutsche Institutionen aktiv sind. Themen sind unter anderem energieeffiziente Gebäude, Smart Grids, Energiespeicher und Erneuerbare Energien.

Schwerpunkte des BINE-Themeninfos sind die Technologieinitiativen (Implementing Agreements), in denen deutsche Institutionen sich engagieren. Aktuell ist Deutschland in 28 von 40 laufenden Implementing Agreements aktiv. Die Broschüre stellt zehn davon ausführlicher vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Energieeffizienz-Technologien mit den Themen Gebäude, Smart Grids, Fernwärmenetze, Energiespeicher und Wärmepumpe. Aus dem Bereich erneuerbare Energien werden die Initiativen Photovoltaik, Windenergie, Geothermie sowie solares Heizen und Kühlen beschrieben. Aktivitäten im Bereich Kraftwerkstechnik sind ebenfalls Thema.

Die Broschüre beschreibt kurz die Gründungsgeschichte der IEA und stellt die Struktur des Technologie-Netzwerks mit seinem übergeordneten Gremium „Committee on Energy Research and Technology“ vor. Beispiele aus der Forschungspraxis illustrieren, wie internationale Zusammenarbeit im Bereich der Energieforschung aussehen kann. Abbildungen und Linkverzeichnisse bieten dem Leser einen Überblick über alle Initiativen, in denen deutsche Institutionen beteiligt sind.

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25. Juli 2014: Kleine Gerichte energiesparend aufwärmen

Neues Strömungskonzept bringt Wärme gezielt ins Gargut

In modernen Heißluft-Backöfen zirkuliert erhitzte Luft gleichmäßig im gesamten Ofenraum. Bei der Zubereitung kleiner Lebensmittelmengen wie einer Tiefkühlpizza verursacht dies unnötig hohe Energiekosten. Das BINE-Projektinfo „Mikroklima in Backöfen erzeugen“ (10/2014) beschreibt die Entwicklung eines Demo-Backofens, mit dem bis zu 40 % Energie eingespart werden kann.

Insbesondere wenn kleine Gerichte nur aufgewärmt werden, führt eine gleichmäßige Erhitzung des kompletten Ofeninnenraums zu unverhältnismäßig hohem Energieverbrauch. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Körper mit heißer Luft anzuströmen. Mit einem Pizza-Dummy testeten die Wissenschaftler verschiedene Strömungskonzepte. Erfolgsversprechend war ein Modell bei dem das Tiefkühlprodukt wie in einer Glocke von einem heißen Luftstrom umhüllt wird.

Ergebnis des Projektes ist ein Demonstrator mit standardisierten Backofenabmessungen. Dieser ist vor allem auf Tiefkühlpizza und ähnlich dimensionierte Gargüter ausgelegt. Um eine Pizza aufzuwärmen, benötigt er etwa 40 % weniger Energie als ein handelsüblicher Backofen nach neuestem Stand der Technik. Langfristig soll das Strömungs- und Beheizungskonzept auf andere Gargüter angepasst werden.

Das Forschungsprojekt führte die E.G.O.-Gruppe - ein Zulieferer für Hersteller von Haushaltsgeräten – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der Universität Stuttgart durch.

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22. Juli 2014: Häusliche Abwässer energetisch nutzen

Stadtquartier deckt Hälfte des Energiebedarfs durch lokale Erzeugung

Die im häuslichen Abwasser enthaltenen Fäkalien, das sogenannte Schwarzwasser, können zur Biogaserzeugung genutzt werden. Bisher geschah das meist am Ende aller Abwasserkanäle zentral auf der Kläranlage. Das BINE-Projektinfo „Energie aus Abwasser versorgt Stadtquartier“ (09/2014) stellt ein alternatives Konzept für das neue Stadtviertel Jenfelder Au in Hamburg vor. Hier werden die einzelnen Teilströme des Abwassers im Haushalt nicht mehr gemischt, sondern getrennt abgeleitet. Dadurch lässt sich das konzentrierte Schwarzwasser besonders effizient in einer dezentralen Biogasanlage nutzen. Das separat abgeführte Regenwasser wird verwendet, einen Teich zu füllen.

Im neuen Hamburger Stadtquartier Jenfelder Au im Bezirk Wandsbek sollen auf 35 Hektar insgesamt 770 Wohneinheiten für ca. 2.000 Menschen entstehen. Neben zwei sanierten ehemaligen Kasernengebäuden entstehen zu mehr als 80 Prozent Neubauten. Alle Häuser sind mit Vakuumtoiletten ausgestattet, die mit vergleichsweise wenig Spülwasser auskommen. Das Abwasserkonzept sieht vor, die drei Teilströme Grauwasser aus Küche und Bad, Regenwasser und Schwarzwasser getrennt zu erfassen und abzuleiten. Das bei der Vergärung des Schwarzwassers erzeugte Biogas wird über eine Mikrogasturbine in Strom und Wärme umgewandelt. Auf diesem Weg lassen sich etwa 40 Prozent des Wärme- und 50 Prozent des Strombedarfs im Viertel aus der lokalen Erzeugung decken. Damit entsteht in Jenfeld ein neues Stadtviertel, das im großen Maßstab Abwasserentsorgung und Energieerzeugung kombiniert.

Die Baumaßnahmen laufen derzeit und die ersten Bewohner werden ab 2015 im neuen Quartier leben. Die Projektleitung der Maßnahme oblag der HAMBURG WASSER in Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung.

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0. Auf diesem Webportal stehen im Pressebereich das Cover des Infos sowie ein weiteres Bild zum Download bereit.

Den vollständigen Pressetext sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter
http://www.bine.info/...

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Kontakt
Uwe Milles
Tel. +49 228 9 23 79-26
presse(at)bine(dot)info

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