Aktuelles


18. Jahrestagung des Arbeitskreises Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft

Mit dem Vortrag „Erstmals Rechtssicherheit bei digitalen Nutzungen in der Wissenschaft? Die Neuregelungen des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG)“ stellte Thomas Hartmann (FIZ Karlsruhe, IGR) das für Bibliotheken, Informations- und Wissenschaftseinrichtungen im Juli 2017 beschlossene „neue“ Urheberrecht vor. Erläutert wurde der nunmehr in das deutsche Urheberrechtsgesetz eingefügte „Unterabschnitt 4“, der ab 01.03.2018 „gesetzlich erlaubte Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen“ neu ordnen wird. Zentrale Zielsetzungen der seit Jahren angekündigten Urheberrechtsreform sind ein „gesetzlicher Basiszugang“, ein „praxistaugliches Recht“ und „mehr Rechtssicherheit“.

Nach dem gut halbstündigen Vortrag beteiligten sich Institutsvertreter/innen mit zahlreichen Fragen und Diskussionsbeiträgen. Erörtert wurde vor allem, inwieweit sich die neuen Bestimmungen etwa für den Kopienversand oder die Digitalisierungsvorhaben der Bibliotheken als brauchbar erweisen.


In der Eröffnungssession ging es auch im zweiten Fachvortrag darum, Zugang zu fairen Bedingungen legal herzustellen. Von den Verhandlungen für bundesweite Lizenzen (DEAL-Projekt) berichtete Dr. Antje Kellersohn (UB Freiburg), Mitglied des Aufsichtsrates von FIZ Karlsruhe.


Die Neuregelungen des Wissenschaftsurheberrechts erläutert Thomas Hartmann (FIZ Karlsruhe) bei der Jahrestagung 2017 der Institutsbibliotheken und Informationseinrichtungen in der Leibniz-Gemeinschaft
Die Neuregelungen des Wissenschaftsurheberrechts erläutert Thomas Hartmann (FIZ Karlsruhe) bei der Jahrestagung 2017 der Institutsbibliotheken und Informationseinrichtungen in der Leibniz-Gemeinschaft

Lambert Heller (TIB Hannover) twittert aus der Eröffnungssession (Screenshot)
Lambert Heller (TIB Hannover) twittert aus der Eröffnungssession (Screenshot)


GDPR Kommentar Autorenmeeting und Konferenz „„Nearly there!?” – Challenges and Chances of the GDPR with 8 months to go until applicability” in Luxembourg, 12.-13.09.2017

Am 12.-13.09.2017 fanden das GDPR Kommentar Autorenmeeting und Konferenz in Luxembourg statt.  Diana Dimitrova, Franziska Boehm und Dara Hallinan nahmen für FIZ Karlsruhe an dem Autorenmeeting teil. Ziel war es, die individuellen Beitrage zum Kommentar zu besprechen, Informationen und Ideen mit den anderen Autoren auszutauschen und die nächsten Schritte zu vereinbaren.

Die öffentliche Konferenz zum Thema „„Nearly there!?” – Challenges and Chances of the GDPR with 8 months to go until applicability” fand am 13.09. FIZ Karlsruhe agierte als Mitorganisator. Diana Dimitrova war eine der Panelisten. Sie präsentierte einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse ihrer Analyse zum Thema Datenschutzrechte, diskutierte mit den anderen Panelisten die Stärken und Schwächen der EU Datenschutzgrundverordnung und beantwortete Fragen der Zuhörer.

Weitere Informationen zur Konferenz hier.


BILETA-Konferenz 2017

Am 20. und 21. Mai 2017 fand die jährliche BILETA (British and Irish Law Education and Technology Association) Konferenz in Braga, Portugal statt. Diana Dimitrova und Francesca Picchierri präsentierten in ihrem Vortrag unter dem Titel „Smart environments in the health context, self-management and data protection in the STARR project“ Forschungsergebnisse von FIZ Karlsruhe aus dem Projekt STARR.

Zahlreiche Fachleute aus dem Bereich IT und Recht nahmen an der Konferenz teil. Sie setzten sich im Rahmen von kleineren Paneldiskussionen mit den Themen Datenschutz, Immaterialgüterrechte und Haftung in Bezug auf neue Informations- und Kommunikationstechnologien auseinander. U.a. hielt Professor Joe Cannataci, der Special Rapporteur on the Right to Privacy der United Nations, eine Konferenzkeynote.


EIDI – Das erste Konsortialtreffen fand am 1. und 2. März 2017 statt

Nach einer kurzen Vorstellung aller Projektteilnehmer und einer Gesamtzusammenfassung des Projektes, wurden die einzelnen Teilprojekte besprochen, in die EIDI aufgegliedert ist.

In Teilschritten wird, im Hinblick auf das beschriebene Projektziel, unter anderem näher analysiert, was genau Digitale Identitäten sowie öffentlich zugängliche Datensenken sind und wie die rechtliche Einordnung vorzunehmen ist – sowohl haftungsrechtlich als auch im Rahmen von Schutzpflichten. In der anschließenden Diskussion ging es um die Frage, was eine „digitale Identität“ rechtlich ausmacht und welche Datensenken mit Identitätsdaten bereits existieren. Daraus ergaben sich erste interessante Ansätze für eine juristische und datenschutzrechtliche Einordnung. Ferner wurde die terminologische Schwierigkeit des Begriffs „Identitätsdiebstahl“ deutlich und diskutiert, ob aus rein juristischer Sicht nicht eine andere Begrifflichkeit geeigneter wäre. Nachdem verschiedene Alternativen durchdacht wurden, die ebenfalls nicht überzeugen konnten, wurde die Suche nach einer Alternative auf die Untersuchung der strafrechtlichen Aspekte in den Teilprojekten von Fabian Rack und Oliver Bizuga verlegt.

Weitere Teilprojekte, die anschließend besprochen wurden, beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit der angemessenen Warnung der Betroffenen in psychologischer und juristischer Hinsicht sowie deren Umsetzung durch ein passendes Software-Framework. Auch hieran schloss sich eine spannende Diskussion mit Fragen und möglichen Hypothesen zu einer Gruppierung der Betroffenen und den entsprechend differenzierten Kommunikationsvorgängen an.

Der zweite Teil des Konsortialtreffens war organisatorischen Fragen der Zusammenarbeit und der Kommunikationskanäle gewidmet. Dabei wurden auch die nachfolgenden Workshops zu den Teilprojekten im Sommer und Herbst und das nächste Konsortialtreffen im Dezember geplant.


CPDP Conference 2017

Vom 24.-27.01. nahmen Frau Prof. Boehm und Herr Dara Hallinan an der jährlich stattfindenden Computer, Privacy and Data Protection (CPDP) Konferenz mit über 1000 Teilnehmern in Brüssel teil. Das diesjährige Leitmotiv der Konferenz „The Age of Intelligent Machines“ wurde durch zahlreiche Panels und Veranstaltungen flankiert. Die CPDP ist die größte EU weit stattfindende Stakeholder Konferenz zu den Themen Computer, Privatsphäre und Datenschutz.

Sowohl Frau Boehm (Mitglied im wissenschaftlichen Programmkomitee) als auch Herr Hallinan (Programmdirektor der Konferenz) sind Co-Organisatoren dieser Konferenz. Frau Boehm leitete außerdem fünf Panels zu unterschiedlichen Themen, inklusive der Academic Sessions und war Jurymitglied des Young Scholar Awards der u.a. von ihr herausgegebenen Zeitschrift EDPL, der Nachwuchswissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen unterstützt.

Herr Hallinan hielt im Rahmen des Panels zu „Genetic Privacy“ zu seinem Dissertationsthema einen Vortrag zum Thema: „THE SAMPLE IS DATA! Can Data Protection Law Protect Donors' Interests in Biological samples“.

Weitere Informationen und Videos.


Kontakt

Prof. Dr. Franziska Boehm

Prof. Dr. Franziska Boehm
Bereichsleiterin Immaterialgüterrechte

 

 

Tel.: +49 7247 808 144 (Sekretariat)
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