Etablierung eines Research Data Repositoriums (RADAR)

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Ziel des Projekts ist die Etablierung eines Research Data Repositoriums (RADAR) als Basisdienstleistung für wissenschaftliche Institutionen zur Archivierung und Publikation von Forschungsdaten.


Die digitale Datenproduktion hat in den letzten Jahren rasant zugenommen, ein Ende des Wachstums ist nicht absehbar. Damit diese Datenmengen auch für nachfolgende Generationen verfügbar und nachnutzbar bleiben, bedarf es entsprechender Infrastrukturen für die Archivierung und Publikation von Forschungsdaten. RADAR zielt auf den Aufbau und die Etablierung einer solchen Infrastruktur, um das in vielen Disziplinen noch fehlende Forschungsdatenmanagement zu unterstützen. Damit trägt RADAR in erheblichem Maß zur verbesserten Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewahrung von Forschungsdaten bei.

 

Das Ziel von RADAR ist es, in einem Zeitraum von drei Jahren exemplarisch anhand ausgewählter Forschungsfelder eine Infrastruktur für die Datenarchivierung und -publikation (Datenzentrum) aufzubauen, der ein sich selbsttragendes, zweistufiges Geschäftsmodell zu Grunde liegt. Das Geschäftsmodell sieht ein Einstiegsangebot vor, dass eine Datenarchivierung von 10 Jahren garantiert, dies entspricht u. a. den Vorgaben/Haltefristen der DFG. Das zweite, höherwertige Angebot bietet die Möglichkeit einer dauerhaften Datenarchivierung (ohne zeitliches Limit) mit optionaler Datenpublikation.


Übertragbarkeit auf weitere Forschungsfelder

Dabei stellt die Übertragbarkeit auf weitere Forschungsfelder ein wichtiges Erfolgskriterium dar. Der Aufbau und die Etablierung einer solchen Infrastruktur umfasst Werkzeuge und Prozesse, um Forschungsdaten

  • systematisch zu erschließen,
  • dauerhaft in einem Datenarchiv zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen,
  • durch DOI-Vergabe verfügbar, zitierfähig und verlinkbar zu machen,
  • und für die Nachnutzung qualitätsgesichert bereitzustellen.

Das Projektteam sucht dabei engen Kontakt und Austausch mit themenverwandten Projekten und Initiativen wie Re3data, Radieschen, KomFor, EWIG sowie den in der HGF geplanten Data Life Cycle Labs. Das hier geplante Angebot versteht sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden disziplinspezifischen Datenzentren, sondern verhält sich komplementär dazu. Es richtet sich an Einrichtungen und Disziplinen, in denen entsprechende Infrastrukturen bisher fehlen.