FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Public Corporate Governance Kodex Bericht 2015

24. März 2016

 

FIZ Karlsruhe ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Auftrag, „...Wissenschaft und Forschung mit wissenschaftlicher Information zu versorgen, entsprechende Produkte und Dienstleistungen auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur zu entwickeln und öffentlich zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck führt sie [die Gesellschaft, Anm. d. Red.] auch selbst gewählte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durch. Ziel ist es, den nationalen und internationalen Wissenstransfer zu stärken und die Innovationsförderung ebenso wie die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung zu unterstützen.“ (Gesellschaftsvertrag, § 2 (1), Stand: 17.12.2013).

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL), in der sich knapp 90 von Bund und Ländern gemeinsam geförderte selbständige Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen haben.

Die Anwendung des Public Corporate Governance Kodex (PCGK) des Bundes (Stand 30.09.2009), der wesentliche Bestimmungen geltenden Rechts sowie international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung enthält, wird für Unternehmen mit Bundesbeteiligung empfohlen. Die Anwendung des PCGK ist im Gesellschaftsvertrag von FIZ Karlsruhe (§ 22) verankert.

FIZ Karlsruhe versteht eine verantwortungsvolle, gute und auf langfristige Wert-schöpfung ausgerichtete Unternehmensführung, die national und international anerkannten Standards entspricht, als wesentlichen Teil seines Selbstverständnisses und als maßgeblichen Faktor für den unternehmerischen Erfolg.

FIZ Karlsruhe setzt sich entsprechend der Zielsetzung des Pakts für Forschung und Innovation (www.pakt-fuer-forschung.de) bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen ein und hat bereits einen überdurchschnittlichen Frauenanteil erreicht. Der Anteil von Frauen (Stand: 31.12.2015) in der zweiten Führungsebene (Bereichsleitung) beträgt 67 % und in der dritten Führungsebene (Teilbereichs-/Abteilungsleitung) 39 %.

Bei der Besetzung von Stellen achtet FIZ Karlsruhe zudem auf die Einhaltung des SGB IX und die angemessene Berücksichtigung von am Arbeitsplatz benachteiligten Menschen. Ihr Anteil lag bei rund 6 % der Personalkapazität.

FIZ Karlsruhe legt hiermit den Bericht 2015 zum Public Corporate Governance Kodex (PCGK) vor.

Die Geschäftsführerin und der Aufsichtsrat von FIZ Karlsruhe erklären gemeinsam gemäß Ziffer 6.1 des PCGK, dass dessen Empfehlungen im Jahr 2015 im Wesentlichen entsprochen wurde. Empfehlungen, von denen die Gesellschaft abweicht, werden im Folgenden dargestellt.


1. Zusammenwirken von Geschäftsleitung und Überwachungsorgan (PCGK Ziffer 3.1.3)

Die Geschäftsführung legt dem Aufsichtsrat entsprechend § 17 (2) des Gesellschaftsvertrags in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres einen Jahresbericht über das vergangene Geschäftsjahr vor. Sie berichtet dem Aufsichtsrat zu dessen Sitzungen – mindestens jedoch jedes halbe Jahr – über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich und dem/der Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Stellvertreter/der Stellvertreterin darüber hinaus bei wichtigem Anlass.

 

2. Zusammensetzung der Geschäftsleitung (PCGK Ziffer 4.2.1)

Die Gesellschaft hat eine Geschäftsführerin, die die Gesellschaft allein vertritt. Dies entspricht § 16 (1) des Gesellschaftsvertrags, nach dem die Gesellschaft einen oder mehrere Geschäftsführer/innen haben kann. Bei der Führung der Geschäfte wird die Geschäftsführerin von dem sogenannten Senior Management Team unterstützt, dem die Leiter der Geschäftseinheiten (Bereiche) angehören. Die Bereichsleiterin IT, Entwicklung und Angewandte Forschung ist Mitglied der Geschäftsleitung und hat Prokura. Bei Geschäftsvorgängen mit rechtlich oder finanziell verpflichtender Wirkung oder mit strategischer Bedeutung zeichnet die Geschäftsführerin grund-sätzlich gemeinsam mit der Prokuristin oder dem zuständigen Mitglied des Senior Management Teams (4-Augen-Prinzip). Diese Regelung hat sich in der Praxis bewährt.

 

3. Zusammensetzung des Überwachungsorgans (PCGK Ziffer 5.2.1 und 5.2.2)

Die Besetzung des Aufsichtsrats erfolgt nach § 12 (2) des Gesellschaftsvertrags durch die Gesellschafter bzw. durch die Gesellschafterversammlung. Der Aufsichtsrat wurde Ende 2013/Anfang 2014 neu berufen. Von zehn Sitzen sind drei durch Frauen besetzt.
Eine Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Gesellschaftsvertrag nicht vorgesehen.


Anlage zum Public Corporate Governance Kodex Bericht 2015