OpenTA

OpenTA - Kooperativer Aufbau eines Fachportals Technikfolgenabschätzung

Das Vorhaben hat zum Ziel, Information, Kommunikation und Kooperation im interdisziplinären Themengebiet Technikfolgenabschätzung im deutschsprachigen Raum durch die Schaffung einer diensteorientierten, internetbasierten Architektur und IT-Plattform zu verbessern. Dazu wurden bisher, aufbauend auf verteilten, heterogenen Ressourcen und über standardisierte Schnittstellen, sechs Informations- und Kommunikationsdienste entwickelt:

  • der openTA-Newsdienst,
  • der openTA-Kalenderdienst,
  • der openTA-Publikationsdienst,
  • der openTA-Neuerscheinungsdienst,
  • der openTA-Blog sowie
  • das Mitgliederportal für die persönlichen und institutionellen Mitglieder des Netzwerks TA.

Die Dienste sind konfigurier- und anpassbar, so dass sie in die dezentralen Webangebote der jeweiligen Institutionen und am webbasierten Wissenschaftlerarbeitsplatz integriert werden können. Die gleichermaßen zentrale wie dezentrale Orientierung, die durch serviceorientierte Technologien und Anwendungen des Web 2.0 praktisch umsetzbar geworden ist, stellt den innovativen Kern und die besondere Herausforderung des Vorhabens Fachportal openTA dar. Das Fachportal verbessert die Kommunikation und Kooperation von TA-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern und stärkt die Gemeinschaft der TA-Institutionen. Es unterstützt die Lehre und fördert eine breite öffentliche Nutzung von TA-Wissen.

Nach dem Aufbau der grundlegenden Infrastruktur und Einführung der Dienste des Fachportals openTA werden in der von der DFG bewilligten zweiten Förderperiode die vorhandenen Dienste um einen Forschungsdatendienst erweitert. Dieser wird zunächst prototypisch an Forschungsdaten anknüpfen, die in Artikeln der zentralen Zeitschrift der deutschsprachigen TA-Community „Technikfolgenabschätzung -Theorie und Praxis“ verwendet werden. Die Zeitschrift selbst, die seit 25 Jahren erscheint, wird in eine Open-Access-Zeitschrift überführt und ins openTA-Portal und seine Dienste integriert.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ist die Nutzung von Normdaten und Linked Open Data (LOD) zur Anreicherung aller openTA-Dienste und ihre Veröffentlichung als LOD. Die bereits bestehenden, im Routinebetrieb laufenden und mittlerweile in der Community bekannten Dienste werden auf ihre Nutzungsqualitäten evaluiert, um sie auf dieser Basis weiter zu entwickeln und zu verbessern. Zur Nachhaltigkeit und Nachnutzung von openTA trägt u. a. die Schaffung von webbasierten Oberflächen bei, die auch auf der Ebene der Administration der Dienste eine Dezentralisierung ermöglichen. Es wird des Weiteren ausgelotet, ob Crowdfunding nach der Förderperiode für einzelne Anpassungs- oder Entwicklungsaufgaben ein Geschäftsmodell sein könnte. In einer Reihe von Workshops werden die jeweiligen Arbeitsergebnisse zur Diskussion gestellt und Rückmeldungen aus der TA-Community eingeholt, die in die weitere Arbeit einfließen.

 

  • Projektlaufzeit: 01. November 2016 – 31. Oktober 2018
  • Projektpartner: ITAS - Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse im Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

 

Kontakt

Matthias Razum

Matthias Razum
Leiter Teilbereich e-Research

Tel.: +49 7247 808 457
matthias.razum(at)remove-this.fiz-karlsruhe(dot)de